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Lindow hat uns wieder

Jedes Jahr im Mai findet in Lindow eines unser Trainingslager statt. Nicht nur allseits bekannte Gesichter, sondern auch einige Neulinge fuhren am Freitagnachmittag, dem 5.5.2023 mit Trainer Andreas Fischer Richtung Norden. Andreas sprang für Hartmut Ott ein, der Martin Setz in Doha bei der Weltmeisterschaft unterstützte.

Das erste Training lies nach dem Zimmer beziehen, natürlich nicht lange auf sich warten und so spielten unsere knapp 15 Bernauer Judokas erst einmal 2x 45 Minuten Fußball, ehe danach die Matte aufgebaut wurde.  

Bereits um 6:30 Uhr klingelte am Samstagmorgen der Wecker, den es ging zum Frühsport. Eine runde um den schönen Wutzsee. Während Paul Reuß und Hannes Katzorke gegenüber dem letzten Jahr ein deutlich schnelleres Tempo an den Tag legten, so merkten andere das Fußballspiel vom Vorabend in den Beinen. Es schafften dennoch alle pünktlich zum Frühstück.

Mit einem schweißtreibenden zweistündigen Judotechnikprogramm ging es im Anschluss weiter. Für alle hatte Trainer Andreas etwas Neues, sowie auch bekanntes vorbereitet. Am Nachmittag teilte sich die Gruppe, einige spielten Badminton oder Tischtennis, andere nutzten die Chance um Ihre Bodentechniken zu verfeinern.

Traditionsgemäß folgte noch das Krafttraining im neugestalteten Kraftraum des Sport- und Bildungszentrum Lindow. Hier leisteten Jens, Holger und Andreas ganze Arbeit, der Kraftkreis sorgte am Sonntagmorgen für viel Muskelkater.

Beim geselligen beisammen sein am Abend, klang der Samstag aus und einige schwangen auch das Tanzbein.

Der Wutzsee rief wieder um sieben Uhr und mit den Anstrengungen des Vortages in den Beinen, kämpften sich alle um ihn rum. Nach dem Frühstück ging es zur letzten einstündigen Kraft-Ausdauer-Einheit, die mit einem ausgiebigen Tandoku-Renshu von Andreas eingeleitet wurde. Alle gaben nochmals alles und fuhren nach dem Mittagessen, mit einem guten Gewissen, etwas gemacht zu haben, wieder Heim.

Andreas Fischer

Doppelpack

Zum Judofestival in Bad Ems fuhren am vergangenen Samstag Enrico Wittwer und Sebastian Hesse. Im Rahmen dieses Festivals fanden neben dem bunten Rahmenprogramm mit Olympiasieger Frank Wienicke oder Weltmeister Alexander Wieczerzak, Workshops zu Taiso, Medienarbeit oder auch das neue Graduierungssystem, dem 1. Yoko-Pokal für die jüngeren Mannschaften, auch die Deutschen Meisterschaften der Ü30 statt.

Enrico und Yoko

Der JSV Bernau war mit zwei Schwergewichten vertreten, Enrico startete in der M1 und Sebastian in der M3, jeder in der +100 kg Klasse. Fünf lange Jahre ist der letzte Wettkampf bei Enrico her und dem entsprechend nutzte er jede Chance auf eine Vorbereitung. Trotzdem war die Nervosität bei Ihm deutlich zu spüren. „Da hätte ich doch fast den Judopass vergessen.“ Am Ende war am Freitag als die Reise begann alles an Bord. Zusammen mit den Trainingspartnern der Ü30 Gruppe Franziska Walther, Katja Jank und Henning Sudau ging es auf den Weg. Die Waage war das Ziel und alle konnten den ersten kleinen Sieg erringen.

Die Halle war mit insgesamt etwas mehr als 400 Sportlern in den Altersklassen F1 – F7 und M1 – M9 gut gefüllt. Enrico startete gegen Felix Miensok vom Judozentrum Heubach, mit einem Hiza-guruma ging er Führung und endete mit einer Laufwürge. Motiviert ging es dann in den zweiten Kampf gegen Samuele Di Lauro von der Eintracht Frankfurt (Main) und auch hier ging er mit einem Konter in Führung und nahm den Gegner gleich in die Kesa-gatame zum Sieg. Damit war der erste Deutsche Meistertitel erreicht. Enrico konnte seine Freude nicht verbergen und die goldene Medaille wurde sein neuer Wegbegleiter. Den er sogar beim Siegeressen mit den anderen beim Kroaten trug.

Siegerehrung M1 +100 Kg Deutscher Meister Enrico Wittwer

Für Sebastian als Routinier hieß es nun gleichziehen. In seinem Pool gab es vier weitere Kämpfer und der erste hatte es mit Jörg Frischmann vom SV Motor Babelsberg in sich. Beide kennen sich seit Jahren und die Duelle sind meist sehr knapp. So auch in diesem Jahr, es war ein taktischer Kampf und etwas glücklich konnte Sebastian mit 2:3 Strafen gewinnen. Als nächstes folgte Samuel Frevert von der JG Sachsenwald, der eher in der -100kg Klasse zu Hause ist. Aber er wollte unbedingt mal gegen Sebastian kämpfen, so seine Aussage vor dem Kampf. Auch hier viel Taktisches und am Ende gewann Sebastian. Im Dritten Duell gegen Jan Okur vom TSV Tarp konnte sich keiner der Beiden wirklich durchsetzen und das Hantai ging zu Gunsten von Okur aus. Erst der letzte Kampf gegen Axel Knuth aus Büchen, brachte endlich einen vorzeitigen Sieg mit einem schönen Tani-otoshi.

Siegerehrung M3 +100 kg Deutscher Meister Sebastian Hesse

 Nun mussten die Rechenkünste ausgepackt werden, da auch Jörg Frischmann drei Siege hatte, entschied am Ende der direkte Vergleich und den hatte Sebastian gewonnen. Somit gab es den zweiten Deutschen Meistertitel und der JSV Bernau fuhr mit einem Doppelpack oder auch „Zwei Starter, Zweimal Gold“ wieder nach Hause.

Alle Ergebnisse findet ihr Hier:

https://results.dokume.net/#/home/1047

Martin Setz gegen Oscar Pertelson

„Genieß die Weltmeisterschaft und hab Spaß.“ das waren Otti´s Worte zu Martin Setz vor der WM. Am vergangenen Montag war es dann so weit, Erstrundengegner war Oscar Pertelson aus Estland. Der 29-Jährige hatte sich genauso wie Martin, für den Schritt in die -66 kg Klasse entschieden. Beide waren in den letzten Jahren in der -73 kg Klasse zuhause. Direkte Begegnungen gab es bisher keine. Nur beim World Cup 2017 in Belgrad waren sie im selben Teilnehmerfeld, damals Martin auf Platz 5 und Pertelson auf Platz 7.

Eine lösbare Aufgabe, doch gleich zu Beginn des Kampfes konnte sich Pertelson durchsetzen und mit Waza-ari in Führung gehen. „Das brachte Martin etwas aus dem Konzept.“ urteilte Otti nach dem Kampf. „Er wollte unbedingt so schnell wie möglich den Waza-ari wieder gut machen. Martin kam auch immer besser in das Duell rein und gab nicht auf.“ Ein zweiter Waza-ari des Esten beendete vorzeitig den Kampf und damit die weitere Teilnahme von Martin. Da bei den Internationalen Wettkämpfen nur die Judokas aus dem Viertelfinale in die Trostrunde kommen.

Am Abend gingen Beide mit Martins Familie essen und ließen den Tag Revue passieren. Natürlich fragte ich die Beiden nach Ihrer Einschätzung und die O-Töne aus der gemeinsamen Auswertung waren wie folgt:

Otti zu Martin: „Du hättest uns gern einen gewonnenen Kampf geschenkt und mein O-Ton, Du hast uns die WM geschenkt.“

Martin antwortete daraufhin auch selbstkritisch: „Hey Otti, ja das klingt gut- so war es ja auch! Einerseits war natürlich mehr drin und die Enttäuschung ist da. Aber andererseits ist allein das Starten bei einer WM, nach dem langen Weg ein Riesenerfolg und auch nicht das Ende des Weges 😉.“ 

Der Weg geht am Sonntag mit der Mannschaft weiter und eine Chance auf eine Medaille ist durchaus da. Mannschaftskämpfe haben ihre eigenen Gesetze.

Somit ende ich mit einem Spruch, der zu Judokas immer passt:

„Hinfallen – Aufstehen – Judogi (Krone) richten und weiter geht’s…“

Wir drücken am Sonntag nochmals alle Daumen.

Bilder: Hartmut Ott
Text: Sebastian Hesse

Martin Setz bei der WM in Doha bzw. wenn Trainer Stolz wie Bolle sind ….

In der kommenden Woche steht mit Martin Setz ein Bernauer Judoka bei der Weltmeisterschaft in Doha auf der Tatami. Sowohl für den Einzelwettkampf als auch für den Mannschaftswettbewerb ist er nominiert.

Unser Trainer Otti wird ihn direkt vor Ort mit unterstützen und vielleicht ist diese Kombination ja wieder ein gutes Omen. Denn 2010 in Nürnberg begann die Erfolgsgeschichte von Martin Setz. Es waren seine ersten Deutschen Meisterschaften und er wurde gleich Deutscher Meister. Auf der Reise waren damals seine Eltern und Trainer Otti mit dabei und nun ist genau dieses Gespann wieder in Doha zusammen.

2010 Nürburgring Deutsche Meisterschaften

Voller Stolz erzählt Otti von Martin: „Der Junge ist trotz seiner Erfolge nie abgehoben, unwahrscheinlich ehrgeizig und er hat sich nach seinen schweren Verletzungen immer wieder zurückgekämpft.“ und die Erfolgsliste ist mittlerweile schon deutlich angewachsen.

Hier die wichtigsten Ereignisse:

2010
Deutscher Meister
1. European Cup in Teplice

2014
erste Grand Prix Teilnahme in Düsseldorf
Bronze Junioren Europameisterschaft in Bukarest (Einzel)
Bronze Junioren Europameisterschaft in Bukarest (Mannschaft)
Junioren Weltmeisterschaft in Miami

2015
Europameisterschaft U23 in Bratislava

2017
Bronze European University Championships in Coimbra

2022
Bronze Europapokal in Dubrovnik
7. Platz European Cup in Prag
Bronze European Open in Sarajevo
Deutscher Meister

Bereits als Judozwerg zeigte er seinen Ehrgeiz und begeisterte Otti. Er hatte in der U18 noch nichts zu suchen und dennoch ging er auf den Trainer zu und fragte ob er zum Athletiktraining kommen könnte. Dies wurde natürlich bejaht und bereits kurze Zeit später folgten das Judotraining der U18. Am Ende Training viermal in der Woche und dazu die Trainingslager. Der Beginn der Zusammenarbeit und ein riesiges Lächeln ist bei Otti zusehen, wenn er an die zurückliegenden Jahre denkt.

2010 Deutsche Meisterschaft

Das Trainingslager auf der Wewelsburg fällt ihm da ein, die anderen tummelten sich im Freibad und Martin als Judozwerg macht mit dem Trainer mal eben so 2h Medizinball – Druckwürfe – ohne dass der Ball runtergefallen ist.

Trainingslager Wewelsburg

Selbst als sich der Trainingsmittelpunkt von Martin Setz zum UJKC Potsdam veränderte, war Otti bei den Highlights immer dabei und eine Stütze von ihm. So auch im entscheidenden Trainingslager in Lindow Ende 2021. Nach mehreren Verletzungen stand die Nationalkader Position in Frage, denn in der -73 Kg war Igor Wandtke die Nummer 1.

Doch Martin wollte nicht aufgeben und der Traum von Olympia ist ein enormer Ansporn und so entstand das Projekt 66. Gemeint ist damit, dass Martin in der Gewichtsklasse -66kg nochmals versucht durchzustarten. Die Idee hatte er selbst dazu, aber er war sich unsicher und suchte Rat bei Otti.

Dieser erinnert sich an das lange Gespräch und den Zuspruch den er Martin gab: „Manchmal muss man etwas ändern und wagen um etwas zu erreichen. Du lebst Judo und verkörperst für mich das Sinnbild unserer Judowerte.“

So wurde 2022 eine Erfolgsgeschichte und gekrönt mit dem erneuten Deutschen Meistertitel in der -66 Kg Klasse, 12 Jahre nach Beginn der Reise. Auch im Judoheimatland Japan konnte er am 04.12.2022 beim Grand Slam in Tokyo den 5. Platz erkämpfen.

Maximilian Standke, Erik Abramov und Martin Setz
Foto von Thomas Wetzel


Die Weltmeisterschaft in Doha ist nun das nächste Highlight und neben Martin ist mit Maximilian Standke vom KSC Asahi Spremberg ein weiterer Brandenburger am Start.

Der JSV Bernau drückt den beiden die Daumen und um es mit Ottis Worten zu sagen: „Martin, du sollst die WM in Doha genießen und Spaß haben. Die Qualifikation zur WM ist schon die eigentliche Podestplatzierung!“

Zum Zeitplan:

08.05.2023      -66 Kg Einzelwettbewerb
                        Erster Kampf gegen Oscar Pertelson aus Estland

14.05.2023      Teamwettbewerb

Weitere Informationen und Liveergebnisse gibt es hier:

https://www.judobund.de/topsport/wm-doha-2023/

https://www.ijf.org/competition/2442

Einzelwettkämpfe / 7.-13. Mai 2023
Livestream, Ergebnisse, Wettkampflisten:
https://live.ijf.org/wc_sen2023/live_video 

Mixed-Team-Kämpfe / 14. Mai 2023
Livestream, Ergebnisse, Wettkampflisten:
https://live.ijf.org/wc_sen_teams2023/live_video


Fotos: Thomas Wetzel und Hartmut Ott

Erfolgreich auf ganzer Linie

Mit zahlreichen Judokas fuhren wir bereits am Wochenende vom 11. und 12.03.2023 nach Falkensee. Dort fand zum 25igsten Mal das Falkenseer Pokalturnier statt und wir waren in fast allen Altersklassen dabei. Es begann am Samstag mit der U11, U15, sowie den Männern und Frauen der Ü30 und Ü40 und ging am Sonntag mit der U13 weiter.

In der U15 ging es für Moritz Kalz das erste Mal in dieser Altersklasse auf die Tatami. Nach einer Niederlage, konnte er sich in den zwei folgenden Kämpfen durchsetzen. Dabei musste er gegen den höher graduierten Gabriel Werf vom RSV Eintracht ganze 6 Minuten durchhalten, ehe er mit einem O-soto-gari sich seinen verdienten Ippon und damit die Bronzemedaille holte.


Nathan Budoch begann mit zwei Siegen gegen Ernesto Trillitzsch und David Weichel. Als drittes folgte Gamzat Dzhavatov von ShidoSha Berlin, hier zeigte er gute Ansätze konnte sich aber nicht durchsetzen. Dies führte in der Jeder gegen Jeden Liste für Punktgleichheit und somit mussten drei Kämpfe neu ausgelost werden. Somit kam es zum erneuten Duell gegen Dzhavatov, hier gelang ihm mit einem Tani-otoshi die Führung. Er konnte diese aber nicht bis zum Ende halten. Ein Hebel seines Gegners beendete den Kampf. Platz 3 war hoch verdient, so Trainer Andreas Fischer.

Weitere Starter in der U15 waren Malo Gotzek und Lennox Andre Zimmermann, die den Tag mit jeweils einem 5. Platz abschlossen.

Bei den Männern und Frauen der Ü30 und Ü40 waren ebenfalls vier Bernauer am Start. Die Trainer René Keil, Sascha Rebbin und Paul Weber-Markert wollten sich, genauso wie Sebastian Hesse, selbst auf der Matte den Gegnern stellen und dies als Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften der Ü30 nutzen. Dabei mussten René und Sascha sich mit Sascha Heu vom ShidoSha Berlin in derselben Gewichtsklasse auseinandersetzen. Beide hatten dem ehemaligen Bundesligakämpfer aber nichts entgegen zu setzen. Das Vereinsinterne Duell gewann René Keil mit einem sehr schönen und für Sascha Rebbin unerwarteten Fußfeger. Somit für die beiden Platz 2 und 3. Sebastian Hesse trat nicht nur bei der Ü40 sondern auch bei der Ü30 in der +100 Kg Klasse an. Dabei hatte er insgesamt sechs Kämpfe zu bestreiten. Lediglich bei einem konnte er sich nicht durchsetzen. Eine eigene Unachtsamkeit verhinderte den doppelten Durchmarsch. „Es war ein guter Test für die in der kommenden Woche startende Bundesliga Saison.“ kommentierte er den Tag. In der Ü40 belegte er den 1.Platz und in der Ü30 den 2. Platz.

Zum Schluss des Samstages traten noch Toni Raderkopp, Tim Burmeister und Hannes Katzorke bei den Männern und Frauen an. Während Toni und Tim sich in Ihren gewichtsnahen Gruppen nicht durchsetzen konnten, belegte Hannes Katzorke den dritten Platz. Dabei erzielte er einen schönen Ippon mit einem O-soto-gari – O-soto-gari – Konter.

Am Sonntag hatten sieben Bernauer Judokas ihren Einstand in der U13. Den Anfang machte Konstantin Schläfke und sein Trainingsfleiß zeigte sich in seinen drei Kämpfen. Gegen Marlo Dörendahl vom SSG Humbolt dominierte er den Kampf von Anfang an und siegte vorzeitig mit einem O soto gari – Ippon. Ebenso siegte er in seinem zweiten Duell, lediglich gegen Gustav Kemmesies vom JC Malchin musste er sich geschlagen. Somit gelang ihm der 2. Platz.

Ihr erster Wettkampf in der U13 sollte für Marie Perrot gleich mit der Goldmedaille belohnt werden. Sie dominierte ihre Gewichtsgruppe klar und gewann ihre drei Kämpfe vorzeitig.

Falk Frech startete im Leichtgewicht für den JSV. Den zweiten Kampf dominierte er klar und gewann gegen Neo Ceaser vom Kazoku BC Samurai nach Kampfrichter Entscheid. Auch den Kampf um Platz 3 gegen Ben Kadner ebenfalls vom Kazoku BC Samurai hatte er gut im Griff, musste sich aber in der letzten Sekunde geschlagen geben und belegte damit den 5. Platz.

Jerome Reuter ist bei fast jedem Wettkampf dabei und konnte den ersten Kampf gegen Arvid Listan vom KiK Berlin klar mit einer Festhalte gewinnen. Doch im zweiten Kampf musste er sich gegen den späteren Sieger Raul Mehedgo von ShidoSha Berlin geschlagen. Am Ende belegte er zufrieden den 3. Platz.

Natürlich durften auch Kira Fischer und Linus Janowski nicht fehlen. Kira kämpfte sich souverän mit drei vorzeitigen Siegen bis ins Finale. Dort konnte sie jedoch nicht ihren Kampfstil gegen die deutlich kleinere Mia Gabriel von ShidoSha Berlin durchsetzen und belegte somit den 2. Platz.

Linus hatte es wieder einmal schwer. Im ersten Kampf unterlag er in seiner Gewichtsgruppe dem deutlich größeren und schwereren Tom Ludwig vom SC Charis 02. Doch in den beiden folgenden Kämpfen dominierte er wieder klar und siegte gegen Julius Lange vom TuS Wannsee und Maxi Martin von der Judoschule Falkensee vorzeitig mit Ippon. So konnte er sich über die Bronzemedaille freuen.

Auch die restlichen Starter der U13 haben ihr Bestes gegeben. Lea Raderkopp hat all ihre Kämpfe stark gekämpft und immer erst kurz vor Schluss eine Wertung abgeben müssen. Für Mika Rebin, Felix Giese, Florian Salein sowie auch Anna Nötzel war es der erste Wettkampf in der U13. Sie haben genauso wie Mali Gotzek und Paul Neumann, der diesmal weniger Pech hatte, ihr Bestes gegeben.

Obendrauf gab es noch drei Mannschaftspokale jeweils den Platz 3 bei den Mädchen und Jungs der U13, sowie in der Gesamtwertung des Turniers ebenfalls den 3. Platz hinter den Vereinen aus ShidoSha Berlin und dem PSV Berlin.

 Hier findet Ihr noch einige weitere Fotos vom Turnier:

https://www.jsv-bernau.de/jsv/galerie/nggallery/2023/25-falkenseer-judoturnier-2023

 

Hinweis zum Bericht:  Aufgrund fehlender Informationen seitens der Trainer ist der Bericht leider unvollständig.


Geschenk begeistert

Unser Trainer Hartmut Ott, der seit Jahrzehnten junge Judokas ausbildet. Viele Sportler hat er zu sportlichen Höchstleistungen gebracht, Martin Setz, Maximilian Zimmermann, Franziska Pinske oder auch Stefan Niesicke sind nur einige Namen. Ein Großteil der aktuellen „jungen“ Trainer ging in seine Lehre.

Auch wenn ich selbst erst seit knapp 6 Jahren hier im Verein bin, kenne ich „Otti“, wie er gern genannt wird, schon fast meine ganze sportliche Laufbahn. Zusammen, damals als Strausberger, ging es zu vielen Wettkämpfen in ganz Deutschland und auch bei meiner Dan-Prüfung drückte er sicher ein oder zwei Augen zu.

Viele Geschichten und Erlebnisse hat jeder einzelne mit Ihm durchgemacht und so verwunderte es nicht, dass zu seinem 60igsten Geburtstag etwas Besonderes her musste.

„Alles Gute“ hier nochmals vom gesamten Verein.

Schon lange träumte er von einem Saunafass und somit war die Idee geboren, wir sammeln für Ihn.

Schön verpackt wurde das Geschenk, dann überreicht und die Freude über die Gelddruckmaschine war riesig.

Er möchte sich, hiermit auch ganz doll bei den über 60 Mitwirkenden Bedanken. Auf keinen Fall möchte er jemanden vergessen, daher hier sein ganz Großes:

„Danke“

Die Überraschung ist gelungen.



Lernen gehört zum Leben dazu…

… dies gilt auch für die Trainer. Im letzten Jahr hatte der Deutsche Judobund beschlossen die Kyu-Ordnung zu verändern. Das Prüfungsprogramm soll individueller auf die Sportler zugeschnitten sein und das Lernen von situationsbezogenen Lösungen ermöglichen. Auch eine Anpassung an den internationalen Standard ist erfolgt.

Daher ließen es sich unsere Trainer Kristina Krappig, Hendrik Krause und Frank Opitz nicht nehmen, einen Weg nach Köln zu unternehmen. Dort hatten sie die Möglichkeit mit dem Lehr- und Prüfungsreferenten des DJB, Ralf Lippmann 7.Dan die neuen Inhalte vermittelt und besprechen zu können. Seit Jahrzehnten hat Ralf Lippmann bereits Anteil an den Veränderungen der Prüfungsordnung und ist bei den Trainern für seine Kompetenz beliebt.

Dem entsprechend konnten unsere Drei, viel theoretisches und vor allem praktisches Wissen mitnehmen. Sie stehen allen interessierten gern für Fragen zur Verfügung.

Bis zum Ende dieses Jahres gibt es eine Übergangsfrist, in der sowohl die alte als auch die neue Prüfungsordnung geprüft werden kann. Ab 2024 sind die neuen Inhalte verpflichtend.

Wer sich selbst hierzu belesen möchte, findet hier auch weitere Informationen:

https://www.judobund.de/aus-fortbildung/aktuelles/detail/das-neue-graduierungssystem-ist-online-5287/

Ausflug nach Frankfurt/Oder

Ein Start bei den Deutschen Meisterschaften ist immer etwas Besonderes. Als jüngster Jahrgang sich dafür zu qualifizieren auch nicht immer einfach. Paulina Katzorke hatte dies geschafft und startete am Wochenende in der -48 Kg Klasse der U21 in Frankfurt/Oder. Die Kulisse bei einer solchen Meisterschaft sorgte für Respekt. In der U18 hatte Paulina, aufgrund der Ereignisse in den letzten Jahren, leider nicht die Möglichkeit viele Erfahrungen nach ihrem Landesmeistertitel 2020 zu sammeln. Dem entsprechend hoch war auch die Nervosität. Begleitet wurde Sie von Trainer Marco Patzwall, der den im Urlaub weilenden Hartmut Ott vertrat.

Aufwärmen und vorbereiten ist wichtig

Die Waage und auch das Erwärmen gelang super und Paulina ging motiviert in den ersten Kampf. Ihre Gegnerin war Asal Ghaffar vom JC Koriouchi Gelsenkirchen. Die bereits mehrfache Medaillengewinnerin bei Deutschen Meisterschaften zeigte Ihre Klasse und bereits nach wenigen Sekunden war die Begegnung vorbei. Paulina wurde mit Uchi-mata auf Ippon geworfen und Ihre Gegnerin zog bis ins Finale ein. Sie wurde Deutsche Vizemeisterin.

Es folgte die Trostrunde, die Bronzemedaille war also noch möglich. Leichte Gegnerinnen gibt es bei dem Turnier nicht und Leticia Jung von der Sport-Union Annen, war ebenfalls bereits mehrfach auf dem Podest vertreten. Als eine der ältesten im Teilnehmerfeld hatte sie einen guten Erfahrungsschatz und spielte geschickt ihre Größe aus. „Paulina versuchte alles, um den Griff über die Schulter zu verhindern. Doch dieser war zu stark und so fiel sie zweimal in fast identischer Situation auf einen Sumi-gaeshi auf Waza-ari.“ kommentierte Marco Patzwall den Kampf.

Und tröstete die von sich selbst enttäuschte Paulina. Mit dem olympischen Gedanken, dabei sein ist alles und einer Menge Motivation, sagte sie dann selbst: „Nächstes Jahr habe ich wieder eine Chance und dafür werde ich jetzt trainieren.“

Da dürfen sich die Gegnerinnen also warm anziehen in 2024. Aber sicher kommen auch in diesem Jahr noch einige Medaillen oder Pokale in die Erfolgsvitrine von Paulina.

Hier die kompletten Platzierungen:

Gewichtsklasse: -48 kg
PlatzNachnameVornameLVVereinJg
1.HabibHelenNWJC 66 Bottrop2005
2.GhaffarAsalNWJC Koriouchi2005
3.FrobeniusHannahBYTSV München Großhadern2004
3.SchneiderAnjaHEJC Rüsselsheim2003
5.JungLeticiaNWSport-Union Annen2003
5.SeemannSophieNWDJK Adler 07 Bottrop2004
7.LöbKatharinaNW1. Judo-Club 1958 Mönchengladbach2003
7.NguyenKatharina Thanh ThaoHEJC Kim-Chi Wiesbaden2005
9.KatzorkePaulinaBBJSV Bernau2005  

Und die Wettkampfliste:

https://german-judo.de/de/2023/dem_u21/listen.php?l=de&s=gkw&sw=1

Ein Blick in die Kulisse