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Selbstverteidigung und Fitnessgruppe in Schönow

In unserer Gruppe „Selbstverteidigung und Fitness“ in Schönow lernen und trainieren  Frauen und Männer Techniken für den Alltag – nicht nur falls es mal gefährlich wird – in Therorie und Praxis. Dazu gehören Falltechniken, Schläge, Tritte, Würfe und kleinere Techniken zur Verteidigung. Da jedoch alles wenig nützt, wenn der Kopf blockiert ist, wird auch auf die Psyche eingegangen und es gibt praktische Tipps für viele Gelegenheiten.

Interessierte trainieren Dienstag von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Schönow, Eingang am Parkplatz Heidestraße gegenüber der Kita „Heideknirpse“.

16 erfolgreiche Kyuprüfungen in Bernau

16 glückliche Judokinder (nach erfolgreicher Kyuprüfung) in Bernau

16 Judoka vom JSV Bernau beenden das erfolgreiche Wettkampfhalbjahr, nach anstrengender Vorbereitung mit abschließender Kyuprüfung im Judo-Dojo des JSV Bernau. Die Judoka der AK U11 von Trainer Dirk Schlicht verzichteten auf den letzten Wettkampf und legten den Fokus auf die nächsthöhere Graduierung und derer Vorbereitung.

Schon als Prüfer Hartmut Ott 5.Dan am Samstag, bei hochsommerlichen Temperaturen das Dojo betrat, konnte er in den Gesichtern der Kinder und auch Eltern die Anspannung deutlich erkennen. Die letzte Stunde vor der Prüfung diente nicht nur der allgemeinen Erwärmung, vielmehr nutzten alle Kinder nochmal die Zeit, sämtliche Prüfungsinhalte zu üben bzw. sich auch den letzten Rat von Trainer Dirk Schlicht und Andreas Fischer einzuholen.

Samstag 15.06.2019: 14:00Uhr, endlich geht es los. Prüfer und Trainer eröffnen im traditionell Japanischen Stil die anstehende Prüfung. Schon im ersten Prüfungskomplex der Fallübung (Ukemi) gehen die Augen der Judokinder zum Prüfer und zum Trainer, war es gut oder soll ich die Ukemi eventuell nochmal wiederholen!?

Nein das brauchten sie alle nicht, denn alle Prüflinge zeigten schon im ersten Komplex dem Prüfer eine gute bis sehr gute Leistung. So war es dann auch in den darauffolgenden zwei Stunden bzw. den 5 weiteren Prüfungsinhalten: Grundfertigkeit Stand, Boden, Anwendung Stand, Boden, sowie dem Randori (Wettkampfnahes Kämpfen mit den Inhalten der neu erlernten Techniken).

Am Ende der Prüfung, verbunden mit viel Schweiß und Aufregung, bedankte sich Prüfer Ott beim Trainerteam für die hervorragende Prüfungsvorbereitung bzw. auch dem würdigen Rahmen der den Kindern und auch Eltern an diesem Tage geboten wurde. Er beglückwünschte alle Prüflinge zum nächsthöheren Kyugrad und bescheinigte allen Prüflingen eine gute bis sehr gute Leistung.

Da hier nicht alle 16 Sportler genannt werden können, seien hier u. a. die sehr guten Prüfungen zum 7. Kyu (gelb) von Kira Fischer und Alois Hägenholz, sowie die zum 6. Kyu (gelb-orange) von Clara Lange und Tamino Hensel genannt.

Medaillen bei sommerlichen Temperaturen in Karow

Am 15.06. und 16.06. fand der 8. Nord Cup beim Kampf- und Kraftsport Karow e.V. statt. Am Samstag starteten die Kämpfer der U8 und U10 zu ihrem ersten Wettkampf in ihrer kurzen Sportlerkariere, wodurch alle sehr aufgeregt waren – einschließlich der mitgereisten Eltern und Trainerin Kristina Krappig.

Und schon ging es für Kasper Klumpp, Quentin Keßler, Johann Grunewald und Lisa Rüther in der U10 los. Es wurde in gewichtsnahen Gruppen gekämpft, damit jeder nach Möglichkeit drei Kämpfe bestreiten konnte.

Kasper ließ es zu langsam angehen, sodass er leider in allen drei Kämpfen durch Festhalte verlor und einen dritten Platz belegte. Dann folgte ihm Quentin. Er startete gleich mit einem Sieg mit einer Kesa Gatame (Festhalte), verlor den zweiten Kampf durch einen Wurf und den dritten Kampf durch eine Festhalte. Da drei Kämpfer die gleiche Anzahl an Punkten hatte, durfte Quentin nochmal ran – und wie. Er war jetzt heiß (dank der Hallentemperaturen) und motiviert und besiegte die beiden Gegner im Boden und wurde Zweiter. Dadurch angespornt startete Johann in seinen Wettkampf. Er warf seinen ersten Gegner zweimal mit Ko-Soto Gake (Fußwurf) und gewann mit Ippon (ganzem Punkt). Den zweiten Kampf gewann er durch eine große Außensichel und gewann die Goldmedaille. Lisa gewann einen Kampf ebenfalls mit der großen Außensichel, verlor dann und wurde Silbermedaillengewinnerin.

Jetzt war es an Johanna Dominick in der U8 zu zeigen, was unsere Kleinen können. Erwärmung brauchte sie nicht, da es ja mittlerweile sehr warm in der Halle war und die Aufregung ihr Übriges tat. Dadurch begann sie motiviert und besiegte ihre Gegnerinnen jeweils mit einer Festhalte, jedoch, damit es nicht langweilig wurde, mit verschiedenen. Damit machte sie ihrer aufgeregten Trainerin und Mama besonders viel Freude. Zur Belohnung gab es die Goldmedaille.

Zum Schluss kämpfte noch Toni Raderkopp bei den Männern als Training für die Landesliga. Aber es war nicht sein Tag und so wurde er Dritter, konnte Erfahrungen sammeln und vielleicht lief es am nächsten Tag bei der Landesliga besser.

Am Sonntag starteten die U12, U15 (alles Erstkämpfer außer Sebastian Voigt) und die U18. In der U12 startete zuerst Marian Walter. Er verlor durch einen Fußwurf (Hiza Guruma) seinen ersten Kampf und anschließend auch den zweiten. Aber dann wurden alle Kräfte abgerufen, sodass er im dritten Kampf seine Gegner festhalten konnte und einen sehr guten dritten Platz belegte. Valentino Koller konnte nicht seine Trainingsleistung abrufen, verlor alle Kämpfe und konnte trotzdem für seinen Trainingsfleiß mit einer Bronzemedaille nach Hause fahren. Sebastian ging ebenfalls hoch motiviert in die Kämpfe, verlor die Kontrolle über seine Gegner und wurde mit einem Hüftwurf und einer kleinen Innensichel geworfen, womit auch er Dritter wurde.

Dann begannen die Kämpfe in der U15 mit dem aufgeregten Tim Klanert. Er war in seinem ersten Kampf zu nervös beim Angriff, wodurch sein Gegner ihn, zwar ohne Wertung, zu Boden bringen konnte, aber dann in die Kesa Gatame (Festhalte) nahm und Tim verlor. Zu Beginn des zweiten Kampfes wurde Tim sehr unglücklich hart mit dem Gesicht auf die Matte geworfen, wodurch er sehr abgelenkt war, aber bis zum Gewinn weiter kämpfen wollte, nur leider vorher mit Ko Uchi Gari (Fußwurf) geworfen wurde und verlor. Im letzten Kampf war er wieder voll da, nur zu zaghaft, wodurch er dann mit Harai Goshi (Hüftwurf) geworfen und Dritter wurde. Nioka Hägele (eigentlich U13) startete engagiert in seinen ersten Wettkampf und warf zum Anfang seinen Gegner aufs Gesäß und vergaß den Übergang in den Boden und ihn festzuhalten. Der Kampf ging im Stand weiter und Nioka kontrollierte ihn, jedoch ohne ihn mit einer Wertung werfen zu können. Er gewann den Kampf dann durch Kampfrichterentscheid (Hantei). Den nächsten Kampf verlor er im Boden, ging jedoch wieder motiviert in seinen letzten Kampf, den er mit einem erfahrenen Kämpfer durchführte. Dieser warf ihn mit einem Ippon Seoi Nage und Nioka wurde der erste Dritte.

Jetzt kam die U18 und die Stimmung war immer noch sehr gut. Hannes Katzorke kam als erster dran und hatte nur einen Gegner, wodurch es zum „Best of three“ kam, d.h. beide kämpfen bis einer zwei Siege hat. Nach dem Hajime griff Hannes an, wodurch sein Gegner, ein ehemaliger Ringer, sich seiner annahm und einen sehr guten Ura Nage (Opferwurf der besonderen Art und einer Ringertechnik ähnlich) warf und Hannes somit verlor. Beim zweiten Kampf war Hannes besser vorbereitet, hielt ihn auf Abstand und griff couragiert an. Sein Gegner konterte seinen Uchi Mata und Hannes war Zweiter.

Dann kämpfte Maximilian Grumblat auch mit „Best of three“. Den ersten Kampf verlor er unglücklich in kurzer Zeit durch einen Fußwurf. Nachdem er seine Enttäuschung hinter sich hatte, konzentrierte er sich auf den nächsten Kampf, den sein Gegner nicht mehr machen wollte und etwas negativ aufgeregt war. Max ließ sich nicht beirren, ließ den Kampf ruhiger an und warf seinen Gegner mit Harai Goshi (Hüftwurf) auf Ippon. Den dritten Kampf wollte sein Gegner nicht mehr bestreiten und Max wurde Erster.

Erik Graf hatte hochmotivierte Gegner, die sich auch nichts schenken lassen wollten. Als Erik seinen Gegner mit Ko Uchi Maki Komi (Opferwurf) warf, stellte (jedenfalls für den Kampfrichter) dieser seinen Fuß hinter Eriks Fuß und bekam den Ippon. Der zweite Kampf wurde, nach einem schnellen Ko Uchi Maki Komi als Angriffswurf von vorn ohne sich einzudrehen, nach fünf Sekunden von Erik beendet.

Dann kam noch Anton Grellmann zum Zuge. Zuerst wurde er kampflos Erster, anschließend kämpfte er gegen 15 kg schwere Gegner zwei Freundschaftskämpfe ohne Freundschaft. Er war so motiviert, dass sein Betreuer Angst hatte, als er sich auf dem Unterarm abfing, nur um nicht auf dem Rücken zu landen. Aber es ging unverletzt weiter und Anton konnte sogar nach einem Tani Otoshi (Opferwurf) seinen Gegner in eine Festhalte bringen, nur kam dieser kraft seiner Masse wieder raus. Dann verließen ihn die Kräfte, er wurde geworfen und verlor. Nach einer kurzen Pause ging es zum nächsten Kampf gegen einen erfahrenen Kämpfer. Er führte durch einen O Uchi Gari mit Waza Ari konnte diesen leider nicht über die Zeit bringen und verlor durch Kraftverlust, aber gesund, auch diesen Kampf und war Dritter.

Als letzten Kampf des Tages durfte Erik vor den Augen aller Zuschauer gegen einen Lokalmatador noch mal auf die Matte. Es war ein hin und her, Erik war wieder zu unbeweglich und als er sich auf seinen Angriff vorbereitete, fegte der Gegner Eriks vorderen Fuß. Erik rutschte wie auf einer Bananenschale aus (De Ashi Barai – Fußfeger) und er wurde auch Dritter.

Alles in allem waren es schöne Kämpfe und der Dank geht an die Trainer in den Gruppen und an Frau Krappig, die zwei Tage vor Ort war. WEITER SO!!

Sommerfest 2019

Am 08.06.19 führten wir uns jährliches Sommerfest durch und zwar zum zweiten Mal im Wildpark Schorfheide.

Nachdem 14:30 Uhr 55 Sportler mit ihren Gästen anwesend waren, stärkten wir uns mit (selbstgebackenem) Kuchen und gingen dann auf einen geführten Rundgang durch den Wildpark. Bei angenehmen Temperaturen war es ein interessanter und kurzweiliger Spaziergang vorbei an den Elchen, Wisenten, Wölfen und vielen anderen (wilden) Tieren. In der Zwischenzeit bereiteten fleißige Helfer den Grill vor, damit sich alle wieder für das Spielen auf dem Spielplatz und den Austausch untereinander stärken konnten. Gegen 19:00 Uhr ging es langsam Richtung Bernau und Umgebung nach Hause und die Helfer ließen sich zum Abschied noch einmal in Ruhe nieder und den Tag ausklingen (siehe Foto oben). Es war ein schöner Nachmittag, mit dem Wehrmutstropfen, dass der Autor vor lauter Entspannung das Fotografieren vergessen hatte.

Der Vorstand bedankt sich bei allen Kuchenspendern und dem Küchenpersonal des Wildparks und freut sich auf das nächste Fest. Vorher gibt es aber wieder viele Trainingstage und Wettkämpfe, z.B. am 09.11. den, von unserem Verein durchgeführten, Skoda Cup.

 

Seraphine erkämpft Gold

Am 26. Mai 2019 fuhren die Judoka der Altersklasse U10 des JSV Bernau ins Leistungszentrum nach Frankfurt (Oder), um beim Turnier um den 10. Pokal der Stadtwerke Frankfurt an der Oder mitzukämpfen.
 
Die Erwartungen der jungen Nachwuchskämpfer und deren Trainer waren nicht allzu hoch, wurde in den letzten Wochen überwiegend für die nächste Kyu-Prüfung trainiert. Um so erfreulicher war dann zu sehen, wie stark und technisch versiert unsere Jüngsten auf der Tatami agierten. Allen voran Seraphine Mühlenbeck, die 2 Kämpfe gegen starke Athletinnen des JC 90 Frankfurt (Oder) absolvieren musste. Im 1. Kampf bestimmte sie von Anfang an das Geschehen und ließ ihre Gegnerin nicht zur Entfaltung kommen. Mit 2 schönen Waza ari (halber Punkt) für tolle Würfe beendete sie den Kampf vorzeitig. Im 2. Kampf ging sie ähnlich couragiert zur Sache und konnte auch diese Kontrahentin erfolgreich werfen, wofür sie wieder einen Waza ari erhielt. Anschließend setzte Seraphine nach und erarbeitete sich eine Festhalte, aus der es kein Entrinnen für die Sportlerin aus Frankfurt/O. gab. Ippon kurz vor Schluss und die Goldmedaille in ihrer Gewichtsklasse waren verdienter Lohn für ihre tolle Leistung.
 
Anthony Bartelt begann seinen Wettkampf wieder übernervös und verlor auch gleich seinen Auftaktkampf. Dann konnte er sich super steigern und zeigen, dass er mehr kann. Im Kampf um die Bronzemedaille kämpfte er dann so, wie es seine Trainer sehen wollen, aggressiv und angriffsstark. Der Erfolg gab ihm recht, warf er seinen Gegner mit einem Goshi, der knallend auf der Tatami landete, mit Ippon. Eine tolle Leistung !
 
Kira Fischer, Tamino Hensel und Fritz Naumann zeigten ebenfalls gute Leistungen bei diesem Turnier. Nach Siegen und Niederlagen konnten auch sie sich bis auf den Bronzerang vorkämpfen.
 
Mit 1 mal Gold und 4 mal Bronze belegten unsere Nachwuchskämpfer einen guten 4. Platz von 12  Mannschaften in der Pokalwertung.
 
Nun steht als nächster Höhepunkt noch die Kyu Prüfung am 15.Juni im Bernauer Dojo an, bevor es in die verdienten Sommerferien gehen kann. Das Trainerteam wünscht allen Teilnehmern viel Erfolg.

Judo-Trainingslager Lindow – Mai 2019

Lindow (Mark), 19:45 Uhr – Die Teilnehmer des Frühlingstrainingslagers des JSV Bernau beziehen ihre Positionen im Kraftraum. Das Trainingslager beginnt mit dem fast schon traditionellen Malträtieren der Beinmuskulatur und des Sitzfleisches auf den Sätteln der Spinning-Räder. Wieder einmal wurden auch sportlich erfahrenere Hasen und gut trainierte Teilnehmer in dieser Disziplin auf ihre Plätze verwiesen: unser Spinningmeister Jan, der am darauffolgenden Tag 70 Jahre alt werden sollte, hat uns gekonnt gezeigt, wo der Hammer hängt. Die Motivation war hoch und am Ende dieser Einheit sahen alle aus wie frisch geduscht (nur der Geruch stimmte nicht ganz zum Bild). Somit – und der ersten blonden Erfrischung – war das Trainingslager offiziell angelaufen.

Am Samstagmorgen ging es pünktlich um acht Uhr zum Frühsport. Der schöne Wutzsee und sein idyllischer Rundweg luden zu einer angenehmen und – nachdem auch die letzten Bluetooth-Lautsprecherboxen außer Hörweite waren – zum fast schon meditativen Lauf um den See. Wobei Trainer Otti aus Empathie die kilo- und jahresmäßigen Schwergewichte (je ab 100 bzw. 50) nur bis zur Brücke und zurück insgesamt ca. vier bis fünf Kilometern laufen ließ. Alle andern durften sich die gesamte Strecke (ca. siebeinhalb Kilometer) anschauen. Doch meckern gilt nicht, irgendwann bekommt auch der letzte sein Frühstück und schwingt sich dann frohen Mutes in seine Kutte.

Denn ab 10:00 Uhr ging es frisch gestärkt in die erste zweistündige Judoeinheit. Die Judoka wurden hier vom Trainer offiziell begrüßt und der Plan des Wochenendes wurde erläutert: Training von grundlegenden Techniken, die die Jüngeren möglicherweise noch nicht kennen, die aber auch für die dunkelgurtigen Judoka wiederholt und gefestigt werden sollten, damit sie im Bedarfsfall auch wirklich sitzen. Doch eine vernünftige Judoeinheit funktioniert natürlich nicht ohne eine würdige Erwärmung. Für etwaige Unwissende möchte ich nicht verraten, was sich für eine Übung hinter der wohlklingenden Bezeichnung „Reißverschluss“ versteckt, aber nach einigen Litern Schweiß und dem ein oder anderen blauen Fleck (bzw. Blauer-Fleck-Landschaften, die teilweise Stark an die mecklenburgische Seenplatte erinnerten), konnte es dann losgehen. Die Seerunde steckte allen in den Knochen, doch keiner machte schlapp. Alle waren voll dabei – so wie sich das gehört. Das Mittag hatten sich alle verdient.

Ab 14:00 Uhr trennte sich dann die Spreu vom Weizen: es gibt Leute, die können entweder ganz gut oder zumindest ein bisschen Fußball spielen und dann gibt es diejenigen, die wissen, dass der Sport Fußball existiert und manchmal im Fernsehen läuft. So spielen sie dann auch. Glücklicherweise war das Team des Autors so erfahren, dass seine fehlende Kompetenz um Längen kompensiert werden konnte. Team „29 plus“ konnte also den Sieg mit nach Hause nehmen.

Eine kurze „Kaffee“-Pause später gelangten die Teilnehmer am zweiten Highlight des Tages an: zwei Stunden Kraftkreis an den Geräten im Fitnessraum. Trainier Otti hatte sich etwa 15 kraftzehrende Übungen überlegt, die wir in insgesamt zwei Kreisdurchläufen abarbeiten mussten. Jeder Muskel, jede Faser hat ihr Fett abbekommen. Spätestens am nächsten Morgen zur nächsten Judoeinheit, aber auch schon an diesem Abend hörte man das Krachen im Gebälk und das Stöhnen bei schon leichten Bewegungen.

Es ging erst am nächsten Morgen weiter, denn die Basisdemokratie hat die Schwäche des Kollektivs offengelegt: das reichhaltige Abendessen hatte alle so geschafft, dass Badminton und Fußball kurzer Hand abgewählt wurden. Einarmig reißen in der Klasse bis 0,5 Liter war die Ersatzeinheit. Doch auch diese Krafteinheit konnte keinen aus der Fassung bringen und schon am nächsten Morgen ging es voller Motivation und teils etwas schweren Köpfen (die Sportlerbar hatte am Vorabend ihre Türen geöffnet) weiter.

Doch die schweren Köpfe sollten bald Geschichte sein, denn die Gewichte verlagerten sich relativ schnell in die Beine: die Treppe hatte gerufen und wir sollten ihrem (bzw. Ottis) Ruf folgen: hinab, hinauf, kleine Runde, hinab, hinauf, kleine Runde, hinab… So ging es in etwa eine halbe Stunde, bis wir vom Trainer erlöst wurden. Nach einer erfrischenden Dusche fanden wir uns erholt und munter beim Frühstück wieder. Hier konnten sich die Teilnehmer moralisch auf die nächste Judoeinheit vorbereiten.

Die zweite Judoeinheit konzentrierte sich diesmal weniger auf bestimmte Techniken, als vielmehr auf judospezifisches Kraft- und Ausdauertraining. Zum Ende dieser Einheit stand das obligatorische Gruppenfoto auf dem Programm. Dafür hatte sich Otti dieses Mal etwas ganz Besonderes ausgedacht: sich nebeneinander einfach schön hinstellen und simpel ins Objektiv grinsen – das kann jeder. Also sollte es eine Pyramide werden. Am Vortag wurde schon einmal geübt: das stämmige Personal nach unten und die zierlichen Teilnehmerinnen durften dann die Spitze bilden. Nach einer schweißtreibenden und anstrengenden Einheit waren alle froh, dass man nur auf allen Vieren das Gewicht der Person über einem tragen musste.

Letztlich wurden alle Matten eingeräumt, Mittag gegessen und somit war das Trainingslager im Frühjahr 2019 beendet. Die Beteiligten haben wieder einmal bekommen, wofür sie gekommen waren: Sport, Schmerz und nettes Beisammensitzen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Vielen Dank dafür an die Organisation und natürlich unseren Trainer Otti.

Erfolgreiches Wochenende für die Judoka des JSV Bernau

Am 6. April 2019 fuhren die Judoka der U9 und U11 des JSV Bernau nach Berlin Wartenberg. Es nahmen an diesem Turnier über 100 Judoka teil. Gut vorbereitet und motiviert gingen unsere jungen Nachwuchskämpfer auf die Tatami.

Die Mädchen eröffneten den Wettkampf. Clara Lange zeigte sehr gute Übergänge vom Stand in den Boden und konnte damit 4 Gegnerinnen besiegen und gewann somit eine Goldmedaille. Fiona Krägenbring hatte 3 Kämpfe die sie durch tolle Techniken für sich entscheiden konnte und somit für den JSV Bernau die zweite Goldmedaille gewann. Die dritte Goldmedaille holte für uns Trainer überraschend und erfreut Anastasia Wischnakow, die 3 Gegnerinnen besiegte. Eine Silbermedaille konnte sich Kira Fischer in Ihrem 2. Turnier erkämpfen. Für einen Platz auf dem Podest hat es bei Seraphiene Mühlenbeck leider nicht gereicht, dennoch hat sie gute Techniken gezeigt und erkämpfte sich eine 5. Platz.

In der männlichen U9 hatte der JSV Bernau 2 Kämpfer in der selben Gewichtsklasse auf der Tatami. Dieses Duell konnte Linus Janowski mit einem O-soto-o toshi und einer nachfolgenden Haltetechnik gegen Paul Neumann für sich entscheiden. Linus belegte am Ende des Wettkampfes den 3. Platz.

Die U11 männlich besetzte der JSV Bernau mit den Sportlern Ramon Jacob, Tamino Hensel, Fritz Naumann, Anthony Bartelt und Michael Leer. Leider haben es nur 2 der Sportler auf das Podest geschafft. Anthony Bartelt gewann einen Kampf mit einer Festhalte und gewann dadurch die Bronzemedaille. Michael Leer belegte ebenfalls den 3. Platz und erhielt eine Bronzemedaille.

Die Trainer Dirk Schlicht und Vanessa Trajcev waren mit den Leistungen Ihrer jungen Judoka sehr zufrieden. Wissen jedoch was noch zu trainieren ist, um noch mehr Medaillen zu erkämpfen.

3x Gold für Judoka in Strausberg

Die Nachwuchsjudoka der Altersklasse U10 des JSV Bernau kämpften am 31.03.2019 in Strausberg beim 19. Sparkassencup erfolgreich um die Medaillen. Angereist waren Judoka aus 22 Vereinen, mit einer Vielzahl an Spitzenkämpfern. Dies garantierte spannende Kämpfe und tolle Würfe.

Unsere jungen Judoka zeigten großes Kämpferherz und konnten reichlich zeigen, was sie im Training gelernt haben. Ganz nach oben auf das Siegerpodest und damit zu Gold kämpften sich mit jeweils 3 Ipponsiegen (vorzeitiger Sieg vor Ende der Kampfzeit) Tamino Hensel und Ramon Jacob. Mit sogar 4 vorzeitigen Siegen erkämpfte sich Clara Lange ebenfalls die Goldmedaille in ihrer Gewichtsklasse. Bis in die Finals schafften es auch Kira Fischer, Seraphine Mühlenbeck, Paul Neumann, Linus Janowski und Fritz Naumann, doch reichte es an diesem Tag nicht zum ganz großen Wurf und sie mussten sich Besseren beugen und gewannen somit jeweils 1 Silbermedaille. Bronzemedaillen sicherten sich Aaron Gräfe, Fabian Raum, Mika Urban, Anthony Bartelt und Fiona Krägenbring.

Nic kämpft sich in die Top Five in Deutschland

Am letzten Wochenende fanden in der Frankfurter Brandenburg-Halle wieder die Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U21 statt. 32 Judoka aus Brandenburg haben den Sprung zur Deutschen Meisterschaft geschafft und mit dabei auch wieder zwei Judoka vom JSV Bernau. Über 400 Teilnehmer der Altersklasse U21 waren gemeldet und wetteiferten dem begehrten Deutschen Meistertitel entgegen.

Als erster Bernauer Starter musste der Bernauer Hühne Steve Steinmüller in der Gewichtsklasse +100kg auf die Tatami in Frankfurt/Oder. Auch wenn ihm im letzten Jahr überraschend der 5. Platz gelang, war er vor dem Wettkampf und auch im ersten Kampf sichtlich aufgeregt und nervös. Gegen den wesentlich höhergraduierten Danträger Anatolie Kirsch aus Niedersachen zeigte der Barnimer Judoka dennoch eine gute Leistung. Gut in den Kampf gefunden und mit vielen Technikansätzen bot er dem Schwarzgurt aus Niedersachsen lange Paroli. Am Ende des Kampfes, ohne Wertung stand es nach 4 min unentschieden und es kam es zum Golden Score, d.h. die nächste Wertung entscheidet das Weiterkommen. Nach kräftezehrenden 5:32min. verließen Steve die Kräfte und er musste sich durch einen Seoi-Nage (Schulterwurf) geschlagen geben. Da darauffolgend sein Gegner gegen den späteren Vizemeister ebenfalls verloren hat, war der Wettkampftag für Stevie leider schon vorbei.

Einen besseren Einstand hatte das Bernauer Leichtgewicht Nic Asmalsky bis 55kg. Im letzten Jahr noch neunter bei den Deutschen Meisterschaften, hatte er in diesem Jahr eine vordere Platzierung anvisiert. Gleich im ersten Kampf gegen Leon-Maximilian Schramm (Rheinland), den er mit zwei Kontertechniken vorzeitig nach nur 21 Sekunden siegreich für sich gestalten konnte, war sein Wille nach viel Mehr erkennbar. Auch das Viertelfinale gegen Kevin Schefer aus Bremen dauerte unwesentlich länger. Auch in diesem Kampf nutze Nic die Fehler seines Gegenübers gnadenlos aus und gewann nach 46 Sekunden. Das Finale vor den Augen und die Medaille greifbar nahe ging es danach ins Halbfinale gegen Erik Hobein aus Nordrhein Westfalen. Bis zur Hälfte des Kampfes war die Partie lange ausgeglichen und ohne jegliche Wertung, ehe eine halbherzig angesetzte kleine Innensichel von Nic von seinem Gegner gegengedreht und ausgekontert wurde. Somit ging es mit hängendem Kopf und tief enttäuscht ins kleine Finale, dem Kampf um die Bronzemedaille. Hier wollte Nic, der sein Ziel besser als Platz 9 schon erreicht hat, nochmal alle Kräfte mobilisieren um den Sprung aufs Podest noch zu schaffen. Das wollte aber auch der Drittplatzierte des letzten Jahres Luca Harmening (NRW). Und der zeigte von Anfang des Kampfes, dass er die Bronzemedaille auch in diesem Jahr mit nach Hause nehmen will. Ähnlich wie im Halbfinale gelang es Nic lange und gut dagegen zu halten, aber zum Ende des Fights ließ seine Konzentration nach und folglich schlichen vermehrt taktische Fehler beim Bernauer ein, die der Judoka aus NRW dankend annahm und den Kampf für sich entscheiden konnte.

Wenn auch nur Holz oder Blech am Ende des Tages für die Bernauer Judogarde im Endergebnis steht, so ist das Erreichen des kleinen Finales und der überaus famose 5. Platz eine hervorragende Leistung.

Lenox Zimmermann holt Gold beim Mauritius-Cup

Am 09. März 2019 fuhren die Judoka des JSV-Bernau wieder nach Jüterbog, um sich auch in diesem Jahr wieder mit vielen guten Kämpfern zu messen. Zum diesjährigen 13. Mauritiuscup waren Judoka aus 3 Ländern, 2 Teams aus Polen und 1 aus der Ukraine und 37 Vereine aus Deutschland angereist. Allein aus der Altersklasse U11 und U13 waren 237 Sportler am Start. Hinzu kamen dann am späten Nachmittag noch die Altersklassen U9 und U15.

Gut vorbereitet und gewillt, auch dieses Jahr wieder um die Medaillen mitkämpfen zu können, gingen unsere jungen Nachwuchskämpfer auf die Tatami. Den Anfang machte die U11. Fiona Krägenbring zeigte tolle Würfe, konnte 2 Gegnerinnen mit herrlichen Tai-Otoshi besiegen, verlor nur einmal und gewann die erste Bronzemedaille an diesem Tag für Bernau. Anthony Bartelt überzeugte wieder durch enormen Kampfgeist und erkämpfte sich ebenfalls eine unerwartete Bronzemedaille.

Den Vogel schoss Lenox Zimmermann ab. Im Finale seiner Gewichtsklasse tat er sich mit seinem Kontrahenten recht schwer, kam mit dessen Angriffen nicht klar, doch kurz vor Ende der Kampfzeit bekam er seine Chance. Sein Gegner griff zu harmlos an und Lenox nutzte die Gelegenheit um vom Stand in den Bodenkampf zu gehen und hielt ihn dann mit einer sauberen Festhaltetechnik fest. Damit gelang Lenox sein bisher größter sportlicher Erfolg- der Gewinn der Goldmedaille bei einem hochkarätigen Turnier.

Die U9 griff dann ebenfalls erfolgreich ins Wettkampfgeschehen ein. Paul Neumann musste 4-mal auf die Tatami. 3 seiner Kämpfe konnte er dabei gewinnen und verlor nur seinen Finalkampf, womit er sich die Silbermedaille sicherte.

Auch die Judokämpfer von Trainer Frank Opitz vom Stützpunkt in Schönow erkämpften sich Medaillen. Moritz Kaltz – U9; Ben Schüler; Skadi Scherber und Emely Kulagin, alle U13, konnten mit jeweils einer erkämpften Bronzemedaille die Heimreise antreten.

Die Trainer Vanessa Trajcev und Dirk Schlicht waren mit dem Abschneiden ihrer Nachwuchs-Judoka mehr als zufrieden.

Zwei Silbermedaillien bei den Nordostdeutschen Meisterschaften

Am 16.02.19 war es soweit. Die sich aus der Landeseinzelmeisterschaft qualifizierten Bernauer Judoka mussten in Frankfurt/Oder bei den Nordostdeutschen Einzelmeisterschaften mit den Besten aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Farbe bekennen. Mit dabei und gleich der erste Starter an diesem Tag war der Landesmeister Maximilian Grumblat. Mit Tim Krüger aus Berlin, immerhin Fünfter der letzten Deutschen Meisterschaft, hatte Max gleich den ersten Brocken in der Gewichtsklasse +90Kg vor der Brust bzw. auf der Tatami. In diesem Kampf musste er die Erfahrung und Routine des Berliners anerkennen und ihm den Sieg überlassen. Wieder in der Spur gewann er seine nächsten Kämpfe gegen Lorenz Jacob (Bln.) und Paul Robert Stange (BB) eindrucksvoll und stand somit im kleinen Finale um Platz drei, der die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften bedeutet hätte. Leider nur hätte, denn gleich am Anfang des Kampfes, im Kampf um die Fassart erwischte Vincent Cordes (Bln.) den Bernauer mit einem klassischen Fußfeger eiskalt, der letztendlich und dennoch einen sehr guten 5. Platz bedeutete. Ebenfalls mit Platz Fünf belohnte sich das Bernauer Leichtgewicht Hannes Katzorke (-43kg) bei seiner ersten Nordostdeutschen Einzelmeisterschaft. Der trainingsfleißige Hannes musste im kleinen Finale gegen den höhergraduierten Tommy Wendland (BB) bis ins Golden Score, denn in der regulären Kampfzeit blieb er taktischen Ausrichtung treu und erzwang somit ein Unentschieden. Das Golden Score, die Verlängerung verlief leider etwas unglücklich für den Bernauer Judoka, denn ein Trennkommando vom Kampfrichter nutze sein Gegner zum Wurf mit einer Wertung, sehr zum Entsetzen von Hannes und Trainer. Mit nur zwei Startern in der Altersklasse U18 und zwei fünften Plätzen konnten die Bernauer dennoch recht zufrieden sein.

Ab dem Nachmittag wurde es dann auch für die U21 ernst. Den Anfang machte in der Gewichtsklasse -81 Kg Daniel Smotrin. Nach sehr langer Wettkampfpause und sichtlich aufgeregt verlief der erste Kampf gegen Baghdasaryan, Wahe (MV) sehr hektisch und erfolglos, was sich danach auch durch den gesamten Turnierverlauf zog und für Daniel am Ende Platz 9 bedeutete. In der Gewichtsklasse bis 90kg hatte sich Marcus Kruspe sehr viel vorgenommen und das schien auch gleich im ersten Kampf gegen den ehemaligen Bernauer Paul Harm, jetzt auf der Sportschule in Berlin, aufzugehen. Mit der Innensichel O-Uchi-Gari erhielt Markus einen Wazari (halben Punkt). Er sah lange wie der sichere Sieger aus, ehe Paul seine schon vorher oft angesetzte Kontertechnik konsequent durchzog und Markus zu Fall brachte. Auch wenn am Ende nur der 7. Platz auf den Ergebnislisten steht, so hat Markus bei der NODEM bewiesen, dass er Potential für mehr hat. Besser machten es die späteren Vizemeister Nic Asmalsky (-55k) und Steve Steinmüller (+100kg). Nic musste sich in Führung liegend, in einen langen und kräftezehrenden Bodenkampf nur Bjarne Kowalski aus Mecklenburg-Vorpommern geschlagen geben. Auch der Bernauer Hühne, letztes Jahr noch Fünfter bei den Deutschen Meisterschaften, hatte sich viel vorgenommen. Aber auch er musste erkennen, dass die Früchte in der U21 nicht einfach nur auf die Erde fallen, sondern sehr hoch hängen. Mit zwei Siegen und nur einer Niederlage könnte Stevie eigentlich zufrieden sein, aber die eine Niederlage, durch den Fußfeger im Kampf gegen Richard Ritzow (Bln), nervte ihn ganz schön.

Nach einem 12-stündigen Wettkampftag blieb das Resümee der Trainer Ott und Wittwer, dass die zwei Leicht und Schwergewichte in der U18 und U21 die Kohlen für das Bernauer Team aus dem Feuer geholt und für ein sehr gutes Endergebnis gesorgt haben. Für Nic und Steve heißt es jetzt, hart und fleißig trainieren, um bei den Deutschen Meisterschaften am 09.03.19 das eine oder andere Achtungszeichen zu setzen. Tatkräftig werden sie natürlich vom gesamten Trainingsteam unterstützt, u.a. auch von Adrian Knospe (-73kg) und Toni Raderkopp, die bei der NODEM 2019 gute Ansätze hatten, aber noch Lehrgeld zahlen mussten.