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Selbstverteidigung und Fitnessgruppe in Schönow

In unserer Gruppe „Selbstverteidigung und Fitness“ in Schönow lernen und trainieren  Frauen und Männer Techniken für den Alltag – nicht nur falls es mal gefährlich wird – in Therorie und Praxis. Dazu gehören Falltechniken, Schläge, Tritte, Würfe und kleinere Techniken zur Verteidigung. Da jedoch alles wenig nützt, wenn der Kopf blockiert ist, wird auch auf die Psyche eingegangen und es gibt praktische Tipps für viele Gelegenheiten.

Interessierte trainieren Dienstag von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Schönow, Eingang am Parkplatz Heidestraße gegenüber der Kita „Heideknirpse“.

Judo-Trainingslager Lindow – Mai 2019

Lindow (Mark), 19:45 Uhr – Die Teilnehmer des Frühlingstrainingslagers des JSV Bernau beziehen ihre Positionen im Kraftraum. Das Trainingslager beginnt mit dem fast schon traditionellen Malträtieren der Beinmuskulatur und des Sitzfleisches auf den Sätteln der Spinning-Räder. Wieder einmal wurden auch sportlich erfahrenere Hasen und gut trainierte Teilnehmer in dieser Disziplin auf ihre Plätze verwiesen: unser Spinningmeister Jan, der am darauffolgenden Tag 70 Jahre alt werden sollte, hat uns gekonnt gezeigt, wo der Hammer hängt. Die Motivation war hoch und am Ende dieser Einheit sahen alle aus wie frisch geduscht (nur der Geruch stimmte nicht ganz zum Bild). Somit – und der ersten blonden Erfrischung – war das Trainingslager offiziell angelaufen.

Am Samstagmorgen ging es pünktlich um acht Uhr zum Frühsport. Der schöne Wutzsee und sein idyllischer Rundweg luden zu einer angenehmen und – nachdem auch die letzten Bluetooth-Lautsprecherboxen außer Hörweite waren – zum fast schon meditativen Lauf um den See. Wobei Trainer Otti aus Empathie die kilo- und jahresmäßigen Schwergewichte (je ab 100 bzw. 50) nur bis zur Brücke und zurück insgesamt ca. vier bis fünf Kilometern laufen ließ. Alle andern durften sich die gesamte Strecke (ca. siebeinhalb Kilometer) anschauen. Doch meckern gilt nicht, irgendwann bekommt auch der letzte sein Frühstück und schwingt sich dann frohen Mutes in seine Kutte.

Denn ab 10:00 Uhr ging es frisch gestärkt in die erste zweistündige Judoeinheit. Die Judoka wurden hier vom Trainer offiziell begrüßt und der Plan des Wochenendes wurde erläutert: Training von grundlegenden Techniken, die die Jüngeren möglicherweise noch nicht kennen, die aber auch für die dunkelgurtigen Judoka wiederholt und gefestigt werden sollten, damit sie im Bedarfsfall auch wirklich sitzen. Doch eine vernünftige Judoeinheit funktioniert natürlich nicht ohne eine würdige Erwärmung. Für etwaige Unwissende möchte ich nicht verraten, was sich für eine Übung hinter der wohlklingenden Bezeichnung „Reißverschluss“ versteckt, aber nach einigen Litern Schweiß und dem ein oder anderen blauen Fleck (bzw. Blauer-Fleck-Landschaften, die teilweise Stark an die mecklenburgische Seenplatte erinnerten), konnte es dann losgehen. Die Seerunde steckte allen in den Knochen, doch keiner machte schlapp. Alle waren voll dabei – so wie sich das gehört. Das Mittag hatten sich alle verdient.

Ab 14:00 Uhr trennte sich dann die Spreu vom Weizen: es gibt Leute, die können entweder ganz gut oder zumindest ein bisschen Fußball spielen und dann gibt es diejenigen, dass der Sport Fußball existiert und manchmal im Fernsehen läuft. So spielen sie dann auch. Glücklicherweise war das Team des Autors so erfahren, dass seine fehlende Kompetenz um Längen kompensiert werden konnte. Team „29 plus“ konnte also den Sieg mit nach Hause nehmen.

Eine kurze „Kaffee“-Pause später gelangten die Teilnehmer am zweiten Highlight des Tages an: zwei Stunden Kraftkreis an den Geräten im Fitnessraum. Trainier Otti hatte sich etwa 15 kraftzehrende Übungen überlegt, die wir in insgesamt zwei Kreisdurchläufen abarbeiten mussten. Jeder Muskel, jede Faser hat ihr Fett abbekommen. Spätestens am nächsten Morgen zur nächsten Judoeinheit, aber auch schon an diesem Abend hörte man das Krachen im Gebälk und das Stöhnen bei schon leichten Bewegungen.

Es ging erst am nächsten Morgen weiter, denn die Basisdemokratie hat die Schwäche des Kollektivs offengelegt: das reichhaltige Abendessen hatte alle so geschafft, dass Badminton und Fußball kurzer Hand abgewählt wurden. Einarmig reißen in der Klasse bis 0,5 Liter war die Ersatzeinheit. Doch auch diese Krafteinheit konnte keinen aus der Fassung bringen und schon am nächsten Morgen ging es voller Motivation und teils etwas schweren Köpfen (die Sportlerbar hatte am Vorabend ihre Türen geöffnet) weiter.

Doch die schweren Köpfe sollten bald Geschichte sein, denn die Gewichte verlagerten sich relativ schnell in die Beine: die Treppe hatte gerufen und wir sollten ihrem (bzw. Ottis) Ruf folgen: hinab, hinauf, kleine Runde, hinab, hinauf, kleine Runde, hinab… So ging es in etwa eine halbe Stunde, bis wir vom Trainer erlöst wurden. Nach einer erfrischenden Dusche fanden wir uns erholt und munter beim Frühstück wieder. Hier konnten sich die Teilnehmer moralisch auf die nächste Judoeinheit vorbereiten.

Die zweite Judoeinheit konzentrierte sich diesmal weniger auf bestimmte Techniken, als vielmehr auf judospezifisches Kraft- und Ausdauertraining. Zum Ende dieser Einheit stand das obligatorische Gruppenfoto auf dem Programm. Dafür hatte sich Otti dieses Mal etwas ganz Besonderes ausgedacht: sich nebeneinander einfach schön hinstellen und simpel ins Objektiv grinsen – das kann jeder. Also sollte es eine Pyramide werden. Am Vortag wurde schon einmal geübt: das stämmige Personal nach unten und die zierlichen Teilnehmerinnen durften dann die Spitze bilden. Nach einer schweißtreibenden und anstrengenden Einheit waren alle froh, dass man nur auf allen Vieren das Gewicht der Person über einem tragen musste.

Letztlich wurden alle Matten eingeräumt, Mittag gegessen und somit war das Trainingslager im Frühjahr 2019 beendet. Die Beteiligten haben wieder einmal bekommen, wofür sie gekommen waren: Sport, Schmerz und nettes Beisammensitzen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Vielen Dank dafür an die Organisation und natürlich unseren Trainer Otti.

Erfolgreiches Wochenende für die Judoka des JSV Bernau

Am 6. April 2019 fuhren die Judoka der U9 und U11 des JSV Bernau nach Berlin Wartenberg. Es nahmen an diesem Turnier über 100 Judoka teil. Gut vorbereitet und motiviert gingen unsere jungen Nachwuchskämpfer auf die Tatami.

Die Mädchen eröffneten den Wettkampf. Clara Lange zeigte sehr gute Übergänge vom Stand in den Boden und konnte damit 4 Gegnerinnen besiegen und gewann somit eine Goldmedaille. Fiona Krägenbring hatte 3 Kämpfe die sie durch tolle Techniken für sich entscheiden konnte und somit für den JSV Bernau die zweite Goldmedaille gewann. Die dritte Goldmedaille holte für uns Trainer überraschend und erfreut Anastasia Wischnakow, die 3 Gegnerinnen besiegte. Eine Silbermedaille konnte sich Kira Fischer in Ihrem 2. Turnier erkämpfen. Für einen Platz auf dem Podest hat es bei Seraphiene Mühlenbeck leider nicht gereicht, dennoch hat sie gute Techniken gezeigt und erkämpfte sich eine 5. Platz.

In der männlichen U9 hatte der JSV Bernau 2 Kämpfer in der selben Gewichtsklasse auf der Tatami. Dieses Duell konnte Linus Janowski mit einem O-soto-o toshi und einer nachfolgenden Haltetechnik gegen Paul Neumann für sich entscheiden. Linus belegte am Ende des Wettkampfes den 3. Platz.

Die U11 männlich besetzte der JSV Bernau mit den Sportlern Ramon Jacob, Tamino Hensel, Fritz Naumann, Anthony Bartelt und Michael Leer. Leider haben es nur 2 der Sportler auf das Podest geschafft. Anthony Bartelt gewann einen Kampf mit einer Festhalte und gewann dadurch die Bronzemedaille. Michael Leer belegte ebenfalls den 3. Platz und erhielt eine Bronzemedaille.

Die Trainer Dirk Schlicht und Vanessa Trajcev waren mit den Leistungen Ihrer jungen Judoka sehr zufrieden. Wissen jedoch was noch zu trainieren ist, um noch mehr Medaillen zu erkämpfen.

3x Gold für Judoka in Strausberg

Die Nachwuchsjudoka der Altersklasse U10 des JSV Bernau kämpften am 31.03.2019 in Strausberg beim 19. Sparkassencup erfolgreich um die Medaillen. Angereist waren Judoka aus 22 Vereinen, mit einer Vielzahl an Spitzenkämpfern. Dies garantierte spannende Kämpfe und tolle Würfe.

Unsere jungen Judoka zeigten großes Kämpferherz und konnten reichlich zeigen, was sie im Training gelernt haben. Ganz nach oben auf das Siegerpodest und damit zu Gold kämpften sich mit jeweils 3 Ipponsiegen (vorzeitiger Sieg vor Ende der Kampfzeit) Tamino Hensel und Ramon Jacob. Mit sogar 4 vorzeitigen Siegen erkämpfte sich Clara Lange ebenfalls die Goldmedaille in ihrer Gewichtsklasse. Bis in die Finals schafften es auch Kira Fischer, Seraphine Mühlenbeck, Paul Neumann, Linus Janowski und Fritz Naumann, doch reichte es an diesem Tag nicht zum ganz großen Wurf und sie mussten sich Besseren beugen und gewannen somit jeweils 1 Silbermedaille. Bronzemedaillen sicherten sich Aaron Gräfe, Fabian Raum, Mika Urban, Anthony Bartelt und Fiona Krägenbring.

Nic kämpft sich in die Top Five in Deutschland

Am letzten Wochenende fanden in der Frankfurter Brandenburg-Halle wieder die Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U21 statt. 32 Judoka aus Brandenburg haben den Sprung zur Deutschen Meisterschaft geschafft und mit dabei auch wieder zwei Judoka vom JSV Bernau. Über 400 Teilnehmer der Altersklasse U21 waren gemeldet und wetteiferten dem begehrten Deutschen Meistertitel entgegen.

Als erster Bernauer Starter musste der Bernauer Hühne Steve Steinmüller in der Gewichtsklasse +100kg auf die Tatami in Frankfurt/Oder. Auch wenn ihm im letzten Jahr überraschend der 5. Platz gelang, war er vor dem Wettkampf und auch im ersten Kampf sichtlich aufgeregt und nervös. Gegen den wesentlich höhergraduierten Danträger Anatolie Kirsch aus Niedersachen zeigte der Barnimer Judoka dennoch eine gute Leistung. Gut in den Kampf gefunden und mit vielen Technikansätzen bot er dem Schwarzgurt aus Niedersachsen lange Paroli. Am Ende des Kampfes, ohne Wertung stand es nach 4 min unentschieden und es kam es zum Golden Score, d.h. die nächste Wertung entscheidet das Weiterkommen. Nach kräftezehrenden 5:32min. verließen Steve die Kräfte und er musste sich durch einen Seoi-Nage (Schulterwurf) geschlagen geben. Da darauffolgend sein Gegner gegen den späteren Vizemeister ebenfalls verloren hat, war der Wettkampftag für Stevie leider schon vorbei.

Einen besseren Einstand hatte das Bernauer Leichtgewicht Nic Asmalsky bis 55kg. Im letzten Jahr noch neunter bei den Deutschen Meisterschaften, hatte er in diesem Jahr eine vordere Platzierung anvisiert. Gleich im ersten Kampf gegen Leon-Maximilian Schramm (Rheinland), den er mit zwei Kontertechniken vorzeitig nach nur 21 Sekunden siegreich für sich gestalten konnte, war sein Wille nach viel Mehr erkennbar. Auch das Viertelfinale gegen Kevin Schefer aus Bremen dauerte unwesentlich länger. Auch in diesem Kampf nutze Nic die Fehler seines Gegenübers gnadenlos aus und gewann nach 46 Sekunden. Das Finale vor den Augen und die Medaille greifbar nahe ging es danach ins Halbfinale gegen Erik Hobein aus Nordrhein Westfalen. Bis zur Hälfte des Kampfes war die Partie lange ausgeglichen und ohne jegliche Wertung, ehe eine halbherzig angesetzte kleine Innensichel von Nic von seinem Gegner gegengedreht und ausgekontert wurde. Somit ging es mit hängendem Kopf und tief enttäuscht ins kleine Finale, dem Kampf um die Bronzemedaille. Hier wollte Nic, der sein Ziel besser als Platz 9 schon erreicht hat, nochmal alle Kräfte mobilisieren um den Sprung aufs Podest noch zu schaffen. Das wollte aber auch der Drittplatzierte des letzten Jahres Luca Harmening (NRW). Und der zeigte von Anfang des Kampfes, dass er die Bronzemedaille auch in diesem Jahr mit nach Hause nehmen will. Ähnlich wie im Halbfinale gelang es Nic lange und gut dagegen zu halten, aber zum Ende des Fights ließ seine Konzentration nach und folglich schlichen vermehrt taktische Fehler beim Bernauer ein, die der Judoka aus NRW dankend annahm und den Kampf für sich entscheiden konnte.

Wenn auch nur Holz oder Blech am Ende des Tages für die Bernauer Judogarde im Endergebnis steht, so ist das Erreichen des kleinen Finales und der überaus famose 5. Platz eine hervorragende Leistung.

Lenox Zimmermann holt Gold beim Mauritius-Cup

Am 09. März 2019 fuhren die Judoka des JSV-Bernau wieder nach Jüterbog, um sich auch in diesem Jahr wieder mit vielen guten Kämpfern zu messen. Zum diesjährigen 13. Mauritiuscup waren Judoka aus 3 Ländern, 2 Teams aus Polen und 1 aus der Ukraine und 37 Vereine aus Deutschland angereist. Allein aus der Altersklasse U11 und U13 waren 237 Sportler am Start. Hinzu kamen dann am späten Nachmittag noch die Altersklassen U9 und U15.

Gut vorbereitet und gewillt, auch dieses Jahr wieder um die Medaillen mitkämpfen zu können, gingen unsere jungen Nachwuchskämpfer auf die Tatami. Den Anfang machte die U11. Fiona Krägenbring zeigte tolle Würfe, konnte 2 Gegnerinnen mit herrlichen Tai-Otoshi besiegen, verlor nur einmal und gewann die erste Bronzemedaille an diesem Tag für Bernau. Anthony Bartelt überzeugte wieder durch enormen Kampfgeist und erkämpfte sich ebenfalls eine unerwartete Bronzemedaille.

Den Vogel schoss Lenox Zimmermann ab. Im Finale seiner Gewichtsklasse tat er sich mit seinem Kontrahenten recht schwer, kam mit dessen Angriffen nicht klar, doch kurz vor Ende der Kampfzeit bekam er seine Chance. Sein Gegner griff zu harmlos an und Lenox nutzte die Gelegenheit um vom Stand in den Bodenkampf zu gehen und hielt ihn dann mit einer sauberen Festhaltetechnik fest. Damit gelang Lenox sein bisher größter sportlicher Erfolg- der Gewinn der Goldmedaille bei einem hochkarätigen Turnier.

Die U9 griff dann ebenfalls erfolgreich ins Wettkampfgeschehen ein. Paul Neumann musste 4-mal auf die Tatami. 3 seiner Kämpfe konnte er dabei gewinnen und verlor nur seinen Finalkampf, womit er sich die Silbermedaille sicherte.

Auch die Judokämpfer von Trainer Frank Opitz vom Stützpunkt in Schönow erkämpften sich Medaillen. Moritz Kaltz – U9; Ben Schüler; Skadi Scherber und Emely Kulagin, alle U13, konnten mit jeweils einer erkämpften Bronzemedaille die Heimreise antreten.

Die Trainer Vanessa Trajcev und Dirk Schlicht waren mit dem Abschneiden ihrer Nachwuchs-Judoka mehr als zufrieden.

Zwei Silbermedaillien bei den Nordostdeutschen Meisterschaften

Am 16.02.19 war es soweit. Die sich aus der Landeseinzelmeisterschaft qualifizierten Bernauer Judoka mussten in Frankfurt/Oder bei den Nordostdeutschen Einzelmeisterschaften mit den Besten aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Farbe bekennen. Mit dabei und gleich der erste Starter an diesem Tag war der Landesmeister Maximilian Grumblat. Mit Tim Krüger aus Berlin, immerhin Fünfter der letzten Deutschen Meisterschaft, hatte Max gleich den ersten Brocken in der Gewichtsklasse +90Kg vor der Brust bzw. auf der Tatami. In diesem Kampf musste er die Erfahrung und Routine des Berliners anerkennen und ihm den Sieg überlassen. Wieder in der Spur gewann er seine nächsten Kämpfe gegen Lorenz Jacob (Bln.) und Paul Robert Stange (BB) eindrucksvoll und stand somit im kleinen Finale um Platz drei, der die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften bedeutet hätte. Leider nur hätte, denn gleich am Anfang des Kampfes, im Kampf um die Fassart erwischte Vincent Cordes (Bln.) den Bernauer mit einem klassischen Fußfeger eiskalt, der letztendlich und dennoch einen sehr guten 5. Platz bedeutete. Ebenfalls mit Platz Fünf belohnte sich das Bernauer Leichtgewicht Hannes Katzorke (-43kg) bei seiner ersten Nordostdeutschen Einzelmeisterschaft. Der trainingsfleißige Hannes musste im kleinen Finale gegen den höhergraduierten Tommy Wendland (BB) bis ins Golden Score, denn in der regulären Kampfzeit blieb er taktischen Ausrichtung treu und erzwang somit ein Unentschieden. Das Golden Score, die Verlängerung verlief leider etwas unglücklich für den Bernauer Judoka, denn ein Trennkommando vom Kampfrichter nutze sein Gegner zum Wurf mit einer Wertung, sehr zum Entsetzen von Hannes und Trainer. Mit nur zwei Startern in der Altersklasse U18 und zwei fünften Plätzen konnten die Bernauer dennoch recht zufrieden sein.

Ab dem Nachmittag wurde es dann auch für die U21 ernst. Den Anfang machte in der Gewichtsklasse -81 Kg Daniel Smotrin. Nach sehr langer Wettkampfpause und sichtlich aufgeregt verlief der erste Kampf gegen Baghdasaryan, Wahe (MV) sehr hektisch und erfolglos, was sich danach auch durch den gesamten Turnierverlauf zog und für Daniel am Ende Platz 9 bedeutete. In der Gewichtsklasse bis 90kg hatte sich Marcus Kruspe sehr viel vorgenommen und das schien auch gleich im ersten Kampf gegen den ehemaligen Bernauer Paul Harm, jetzt auf der Sportschule in Berlin, aufzugehen. Mit der Innensichel O-Uchi-Gari erhielt Markus einen Wazari (halben Punkt). Er sah lange wie der sichere Sieger aus, ehe Paul seine schon vorher oft angesetzte Kontertechnik konsequent durchzog und Markus zu Fall brachte. Auch wenn am Ende nur der 7. Platz auf den Ergebnislisten steht, so hat Markus bei der NODEM bewiesen, dass er Potential für mehr hat. Besser machten es die späteren Vizemeister Nic Asmalsky (-55k) und Steve Steinmüller (+100kg). Nic musste sich in Führung liegend, in einen langen und kräftezehrenden Bodenkampf nur Bjarne Kowalski aus Mecklenburg-Vorpommern geschlagen geben. Auch der Bernauer Hühne, letztes Jahr noch Fünfter bei den Deutschen Meisterschaften, hatte sich viel vorgenommen. Aber auch er musste erkennen, dass die Früchte in der U21 nicht einfach nur auf die Erde fallen, sondern sehr hoch hängen. Mit zwei Siegen und nur einer Niederlage könnte Stevie eigentlich zufrieden sein, aber die eine Niederlage, durch den Fußfeger im Kampf gegen Richard Ritzow (Bln), nervte ihn ganz schön.

Nach einem 12-stündigen Wettkampftag blieb das Resümee der Trainer Ott und Wittwer, dass die zwei Leicht und Schwergewichte in der U18 und U21 die Kohlen für das Bernauer Team aus dem Feuer geholt und für ein sehr gutes Endergebnis gesorgt haben. Für Nic und Steve heißt es jetzt, hart und fleißig trainieren, um bei den Deutschen Meisterschaften am 09.03.19 das eine oder andere Achtungszeichen zu setzen. Tatkräftig werden sie natürlich vom gesamten Trainingsteam unterstützt, u.a. auch von Adrian Knospe (-73kg) und Toni Raderkopp, die bei der NODEM 2019 gute Ansätze hatten, aber noch Lehrgeld zahlen mussten.

Einladung zum 6. Skoda Cup in Bernau

Einladung zum 6. Skoda Cup in Bernau

für Judoka der Altersklassen U 11, U 13, U 15 und U 21 jeweils männlich und weiblich sowie Männer und Frauen für Ne-Waza

Auch im Jahr 2019 führt der JSV Bernau e.V. nach den erfolgreichen Turnieren der letzten Jahre wieder seinen 6. Skoda Cup durch.

Bitte darauf achten, dass wir dieses Jahr die Sportler der U21 einladen!

Dazu seid Ihr alle recht herzlich eingeladen. Die Ausschreibung und die Regeln für den Bodenkampf findet ihr unten als Download.

Ihr könnt euch per E-Mail unter ed.ua1558842728nreb-1558842728vsj@o1558842728fni1558842728 oder direkt über unser neues Registrierungssystem unter https://skodacup.jsv-bernau.de anmelden.

Wir freuen uns über eure Teilnahme!

Veranstalter:

JSV Bernau e.V.
16321 Bernau, Heinersdorfer Straße 52
e-mail: ed.ua1558842728nreb-1558842728vsj@o1558842728fni1558842728

Termin:

Samstag, 09.11.2019
Ort: 3-Feld-Sporthalle in Bernau, Heinersdorfer Straße 52

Meldedatei Skoda-Cup 2019

Ausschreibung Skoda-Cup 2019

Judoka mit Medaillenflut

Am 27.01.2019 begann für die Judoka der Altersklasse U11 des JSV Bernau das neue Wettkampfjahr 2019.

23 Vereine waren der Einladung zum Einzelturnier in Strausberg gefolgt. Die Nachwuchskämpfer des JSV Bernau starteten gewohnt erfolgreich ins neue Jahr und zeigten, dass auch in diesem Jahr, trotz Altersklassenwechsel einiger Sportler, wieder mit ihnen zu rechnen sein wird.

7 Bronzemedaillen, erkämpft durch Seraphine Mühlenbeck, Anton Reuß, Johann Höver, Anastasia Wischnakow, Mika Urban, Michael Leer und Ramon Jacob waren schon ein tolles Ergebnis.

Tamino Hensel, Fritz Naumann, Anthony Bartelt und Fabian Alexander kämpften sich sogar bis in die Finale ihrer Gewichtsklassen vor, mussten sich aber dort an diesem Tag Besseren geschlagen geben.

Mit den erkämpften Silbermedaillen konnten sie aber sehr zufrieden sein. Bis ganz nach oben und damit zur Goldmedaille kämpften sich Lilly Seelig vom Stützpunkt in Schönow und einmal mehr Clara Lange. Während Lilly zwei Siege erkämpfen konnte, zeigte sich Clara schon in Topform. Drei Mal musste sie auf die Tatami und jedes Mal konnte sie diese als vorzeitige Siegerin, die tolle Techniken zeigte, verlassen.

Mit 2 Gold-, 4 Silber- und 7 Bronzemedaillen war es ein mehr als gelungener Start in das Wettkampfjahr 2019.

Maximilian Grumblat holt Gold bei den Landeseinzelmeisterschaften der U18

Am 26.01.19 fanden in Strausberg die Landesmeisterschaften der U15 und U18 in Strausberg statt.

Die U15 startete am Vormittag verspätet, weil (wie der Autor erfuhr) es überraschend (im Winter) geschneit hatte und das Wiegen verlängert wurde.

Unsere Starter konnten schwer in das Kampfjahr 2019 herein finden. So verloren Mathis Lange und Tim Burmeister ihre beiden Kämpfe, wobei Tim den ersten Kampf mit mehr Biss hätte gewinnen können. Ilja Massarskij gewann einen seiner Kämpfe und verlor den anderen. Der letzte Kämpfer, Fares Ayyoub, durfte dreimal kämpfen. Er gewann den ersten und verlor dann die beiden weiteren. Somit waren alle Kämpfer um einige Erfahrungen reicher, jedoch ohne Platzierung. Da half es auch nicht, dass Jonathan Becker als verletzter Fan mitgereist war und seine Sportskameraden anfeuerte.

Als die Sportler der U18 in Strausberg ankamen, gab es in der Halle keinen Sauerstoff mehr zum Atmen für die Athleten und mitgereisten Begleiter. Die Halle war überfüllt, es gab kaum ein durch kommen zu irgendeinem Platz und es war so warm, dass die Erwärmung fast im Stehen hätte ausgeführt werden können. Obwohl das Wiegen pünktlich begann, wurde nach der Siegerehrung der U15 noch Wartezeit als Spannungsbogen eingebaut. Auch gab es während der Kämpfe schwer zu verstehende Pausen in den einzelnen Gewichtsklassen. Die Durchführung einer Landesmeisterschaft kann in Strausberg noch verbessert werden.

Dann begannen die Kämpfe. Anton Grellmann (55 kg) durfte als erster auf die Matte und kam schlecht rein. Er war zu steif durch die Aufregung und konnte zum Anfang gut mithalten und wurde dann mit einem Harai Goshi geworfen und verlor. Den zweiten Kampf verlor er dann durch Seoi Nage und im dritten Kampf konnte er zum Anfang dem Griff des Gegners noch was entgegensetzen, dann verließen ihn die Kräfte, wurde geworfen und wurde Dritter.

Hannes Katzorke kämpfte mit seinen 39 kg in der Gewichtsklasse bis 43 kg. Der erste Gegner vom PSV Frankfurt/ Oder war eine andere Liga als Hannes. Trotzdem kämpfte er mutig und hielt dagegen, bis er im Boden in einen Streckhebel kam und abschlagen musste. Auch der zweite Gegner, welcher vom RSV Eintracht 1949 kam, kontrollierte den Kampf, brachte Hannes mit O Uchi Gari zu Fall und hielt ihn. Allerdings wurde die Wertung Waza Ari durch die Außenrichter per Funk zurück genommen und in einen Ippon verwandelt, sodass der Kampf beendet war. Der dritte Gegner, auch vom RSV, wog nur 34 kg, so dass Hannes ihn kontrollieren und zu Boden bringen konnte. Er ging gleich in die Festhalte über und hielt ihn bis zum Sieg. Auch Hannes gewann den dritten Platz.

Und dann kam Maximilian Grumblat in der ü90 kg Klasse. Er ging entspannt auf die Matte, griff sich seinen Gegner, warf ihn mit einem Ko Uchi Gari, gewann mit Ippon, gab seinem Gegner die Hand und ging entspannt von der Matte. Der nächste Gegner war schon höher graduiert als Max, was jedoch nichts an Max´ Ruhe änderte. Er nahm seine Fassart, brachte seinen Gegner zu Boden und arbeitete dort weiter. Dann ging es wieder in den Stand, wo er die Führung des Gegners übernahm und ihn mit einem O Soto Otoshi in den Boden und eine Festhalte brachte, wo es kein Entrinnen gab. Somit heißt der Landesmeister U18 über 90 kg Maximilian Grumblat.

Alle unsere Kämpfer haben sich für die Nordostdeutsche Einzelmeisterschaft am 16.02.19 in Frankfurt/ Oder qualifiziert und wir drücken ihnen die Daumen und bedanken uns bei den Trainern für die Vorbereitung und Betreuung bei den Wettkämpfen. Jetzt gilt es das Training aufrechtzuerhalten oder sogar zu steigern.

Judo-Trainingslager Lindow – Dezember 2018

„Judo-Folter-Wahnsinn“ stand für den siebten bis zum neunten Dezember in meinem Kalender. Denn ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich als Judo-Neuling beim berühmt-berüchtigten Judo-Trainingslager des JSV Bernau richtig bin. Tatsächlich hat es Trainer Hartmut Ott aber vermocht, an diesem Wochenende Judo-Novizen, alte Hasen und Profis unter einen Hut zu bekommen.

Das Prinzip war simpel und motivierte alle zum Auspowern: erst an die Grenzen gehen und dann zur Belohnung ein isotonisches Kaltgetränk nach Wahl. So startete das Training am Freitagabend pünktlich um 19:00 Uhr mit einer einstündigen Session Spinning, die den Sportlern schon zur ersten Einheit zeigte, dass es an diesem Wochenende wieder einmal hieß: klotzen – nicht kleckern!

Und weil eine Ausdauereinheit sowieso zu wenig ist, wurde dieses Motto am nächsten Morgen sofort mit einer traditionellen Runde um den Wutzsee bestätigt. Wobei der Trainer ausnahmsweise Gnade für die erfahreneren Teilnehmer walten ließ, denn sie brauchten nur etwa die Hälfte der Strecke zurücklegen.

Nach einem köstlichen und ausgiebigen Frühstück erfreuten sich die Sportler an der Einheit „Judo mit Otti im Tanzstudio.“ Wobei diese Einheit mit Tanz ganz und gar nichts zu tun hatte. Schon während der Erwärmung wurde die Atmung der Teilnehmer schnell hörbar schwerer. Nach etlichen Erwärmungsübungen und dem ein oder anderen blauen Fleck später, wurde der Übergang vom Boden in den Stand trainiert. Es wurden verschiedene Techniken gezeigt und geübt, deren Ziel es ist, den Gegner, der aus dem Bodenkampf nach oben will, durch einen Wurf wieder zu Fall zu bringen. Erst eine Regeländerung des internationalen Judoverbands erlaubt solche Techniken überhaupt.

Zwei Stunden später war es Zeit, den Körper mit etwas Energie zu füllen. Denn diese brauchten wir, um sie gleich wieder in Muskelkraft, nämlich beim Schwimmen, umzusetzen. Wer noch Reserven hatte, brauchte sie spätestens hier auf – die morgendliche Runde steckte allen noch in den Knochen. Es war auch klar, dass einfaches Bahnenziehen keine Option für Trainer Ott war. Pädagogisch wertvoll wurde die einfache Aufgabe zu einer freudigen Tortur für alle Beteiligten: ein Schwimmwettkampf – einfach wie effizient – wurde ausgerufen. Das Team, was am schnellsten auf der anderen Seite ist, gewinnt. Selbst an ein strategisches Element wurde gedacht: pro Team mussten zwei Schaumstoffobjekte auf die andere Seite des Beckens transportiert werden: wer hatte nun also mehr Muskel- und wer mehr Beinkraft? Der Ansporn war perfekt. Und wären wir nicht einer mehr im Team gewesen, hätte das Team des Autors alle platt gemacht. 😛

Ab 16:00 Uhr ging es dann in den Kraftraum. Hier war ein zu absolvierender Zirkel aufgebaut, an dem sich jeder viermal 30 Sekunden individuell abrackern durfte. Endlich reines Krafttraining, hat sich wohl so mancher Gedacht, als in Gedanken versunken die Wiederholungen meditativ gezählt wurden. Am Ende waren auch hier alle platt und freuten sich auf ein reichhaltiges Abendbrot.

„Nur die harten komm‘ in‘ Garten“ – das galt sicherlich für einige wenige (inklusive Trainer Otti), die sich zu einer letzten Einheit Spinning an diesem Tage hinreißen ließen. Beide Setz-Junior dachten an eine halbe Stunde, doch kann man ja nicht vor den weisen Herren Schwäche zeigen, sodass eine Stunde lang schwitzend durchgezogen wurde. Das Feierabendbier war dann mehr als verdient und rundete den Abend ab, als alle glücklich und geschafft beisammensaßen.
Doch wie üblich an solchen Wochenenden währte das Glück nicht lange. Denn zum einen war die Nacht wieder mal viel zu kurz und zum anderen stand ja wieder Frühsport als erstes auf dem Plan. Auch wenn der ein oder andere nicht jedes Bier vertragen hat, fanden sich doch alle zum halbstündigen Intervalltraining am Fußballplatz ein.

Nach dem Frühstück stand die letzte Einheit an: auch diese war hinlänglich bekannt und wurde freudig erwartet: „Kondition und Ausdauer mit Otti“ – mit anderen Worten: den letzten Rest an Energie rauspressen. Am Ende blieb keiner trocken – das Ziel des Trainingslagers war wieder einmal erreicht.

Es war ein Novum, dass so viele Altersgruppen und so viele verschiedene Judoka mit unterschiedlichsten Erfahrungsstufen zusammenkamen. Nichtsdestotrotz konnte jeder differenziert arbeiten und für sich selbst das Optimum herausholen.
Die Planungen für die Trainingslager 2019 laufen – und sie werden mit Sicherheit genauso gut besucht werden wie bisher. Das Konzept „Otti im Tanzstudio“ scheint zu funktionieren.

Marcus Setz