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Bernauer Ü30 Sportler kehren mit Medaillen von der Deutschen Meisterschaft zurück

Bereits am 25.09.2021 fanden in Bad Homburg die Deutschen Meisterschaften der Ü30 statt und mit Henning Sudau und Sebastian Hesse haben auch zwei Sportler unserer Ü30 Trainingsgruppe teilgenommen. Nach der Anreise am Freitag und dem Durchlauf der Coronatests, konnten Beide das erste Etappenziel erreichen. Die Waage war kein Problem und Henning startete in der M5 -81kg und Sebastian in der M2 +100kg. Mit leckeren italienischen Essen, klang der Abend aus.

Mit Spannung wurde der Samstag erwartet. Nach all der Zeit ohne Judo und ohne Wettkämpfe, stand die Frage wie Fit ist man und was ist heute möglich im Raum. Die letzten Wochen wurde von beiden intensiv trainiert. Dank hier auch an die Trainingspartner, die teilweise quasi nur hierfür „eingeflogen“ wurden, für die tatkräftige Unterstützung.

Henning begann den Wettkampf gegen Alexander Kröckel vom KiK Berlin e.V. Und zeigte in den drei Minuten die besseren Wurfansätze und war aktiver, so dass er das Hantei gewann. Im Halbfinale gegen Christian Horn vom ASV Fürth gelang ihm der vorzeitige Sieg mit einen schönen Ippon-Seoi-Nage. Als Finalgegner hatte sich Gerhard Grafmüller vom Budo-Club Offenburg vorgekämpft. Nach einigen guten Angriffen auf beiden Seiten, wurde Henning beim Angriff ausgekontert und aus der anschließenden Festhalte konnte er sich nicht mehr befreien. Somit wurde er Deutscher Vizemeister.

Bei Sebastian wurde im Pool Jeder gegen Jeden gekämpft und als erstes war mit Michael Appelt vom Polizeisportclub Bautzen gleich der stärkste Gegner am Start. Beide kennen sich schon lange und haben auch in der Bundesliga für den selben Verein gekämpft. Daher war ein verhaltender Start nicht verwunderlich. Nach knapp 1:30 Minute gelang Sebastian dann der entscheidende Tani-Otoshi und aus der anschließenden Festhalte gab es kein entkommen. Der Grundstein für den späteren Meistertitel war damit gelegt. Auch die drei anderen Begegnungen wurden vorzeitig mit Ippon gewonnen und somit ist Sebastian Deutscher Meister.

Insgesamt räumten die Brandenburger vier Titel und drei Vizemeistertitel ab. Zwei Vierte Plätze rundeten das Ergebnis der neun Starter ab.

Ein halbes Jahrhundert auf der Judomatte

Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit und Höflichkeit – das sind drei der zehn Judowerte, die der Deutsche Judobund vor einiger Zeit herausgestellt hat. Kein anderer Judoka des Bernauer Judovereins verkörpert diese Werte schon so lange wie dessen Cheftrainer Hartmut Ott.

Am 01. April hat Otti, wie Hartmut liebevoll von seinen Vereinskameraden und Freunden genannt wird, ein ganz besonderes Jubiläum. Er ist seit 50 Jahren auf der Tatami aktiv.
Seit dem 01.04.1971 ist er offizielles Mitglied der SG Dynamo Bernau und seitdem fester Bestandteil des Judosports in der Hussitenstadt.

Viele seiner Wegbegleiter wissen vermutlich nicht, wie er seiner Zeit den Weg zum Judo fand, denn er war für alle schon immer da. Kürzlich berichtete Otti in kleinem Kreis wie er zu dem Hobby kam, dass ihn nun schon sein ganzes Leben begleitet. Sein Vater war ebenso wie der damalige Haupttrainer des Bernauer Judostützpunktes, Günther Seidler, bei der Volkspolizei der DDR tätig. Er unterstützte Seidler als Kraftfahrer bei Wettkampffahrten und wurde oft von Sohn Hartmut begleitet. Bei einer dieser Fahrten wurde Seidler auf den damals wohl noch etwas schüchternen siebenjährigen Jungen aufmerksam und sprach ihn an: „Nächste Woche kommst Du zu mir zum Training!“ Das war der Beginn einer überaus erfolgreichen Judo-Laufbahn. Zuerst sammelte Otti einige Erfolge als Sportler, bevor er mit Beginn seiner Lehre auch als Trainer sein Können unter Beweis stellte. Er bildete nun gemeinsam mit Günther Seidler über viele Jahre ein äußerst erfolgreiches Trainergespann. Nach und nach gab Seidler immer mehr Verantwortung in die Hände seines Nachfolgers, der diese bereitwillig annahm und sie bis heute beim jetzigen JSV Bernau trägt.

Neben etlicher Wettkampferfolge seiner Sportler, die sich im Laufe der vielen Jahre ansammelten – eine Aufzählung von Namen würde den Rahmen des Artikels sprengen – ist es seine Persönlichkeit, die ihn als Trainer unverzichtbar macht. Er begleitete unzählige Sportler auf ihrem Weg und stand dabei stets auf und neben der Matte mit Rat und Tat zur Seite. Er hält die Bernauer Judofamilie seit mehreren Generationen zusammen. Bis heute ist sein rein ehrenamtliches Engagement ungebrochen. Otti steht jede Woche an mindestens drei Nachmittagen auf der Judomatte und trainiert sowohl ambitionierte Wettkampfsportler als auch Breitensportler, die den Weg zurück zum Verein fanden und die er zum Teil schon vor 30 Jahren zu Wettkampferfolgen führte. Auch sein Fitnesstraining erfreut sich größter Beliebtheit und lässt die Judohalle regelmäßig aus allen Nähten platzen. Bei diesem tritt auch sein eigenes Fitnesslevel zum Vorschein. Es gibt sicher nicht sehr viele Sportler, die ihm z. B. an der Klimmzugstange etwas vormachen können.

Der Träger des 5. DAN hat viele Athleten zum Meistergrad im Judo (schwarzer Gürtel) geführt und nimmt regelmäßig als Mitglied der DAN Kommission Prüfungen zum Schwarzgurt ab. Im Kreise der Prüfer des Brandenburgischen Judoverbandes genießt er durch seine stets freundliche und aufgeschlossene Art ein ebenso hohes Ansehen wie bei den Trainern anderer Vereine, mit denen er an zahlreichen Wettkampfwochenenden im Austausch steht.

Volle Trainingshallen und Wettkampfwochenenden klingen zur jetzigen Zeit leider sehr abstrakt und wir hätten das Jubiläum sehr gerne mit dem ganzen Verein gefeiert. Coronabedingt ist das momentan nicht
möglich. Der Vorstand und die Mitglieder des JSV Bernau hoffen jedoch, dass die Ehrung sobald wie möglich in geeignetem Rahmen nachgeholt werden kann. Wir wissen auch, wie schwer Otti diese Zwangspause fällt – es gab wohl in den letzten 50 Jahren keinen vergleichbaren Zeitraum, indem er die Judomatte nicht betreten hat.

Abschließend müssen noch zwei weitere Judowerte genannt werden, die vermutlich jeder empfindet der den Judoka Hartmut Ott in den vielen Jahren kennengelernt hat: Wertschätzung und Respekt!

Lindow die 3.

Die Einschränkungen wegen der Covid 19 Pandemie wurden dankenswerter Weise gelockert und so konnte das Sport- und Bildungszentrum Lindow seine Tore wieder öffnen.

Vollbetrieb des Zentrums war zwar noch nicht möglich und es gab auch diverse erforderliche Vorsichtsmaßnahmen, die einem erfolgreichen Sportwochenende jedoch nicht im Wege standen.

Vom 19.06. bis zum 21.06.2020 fand das dritte alljährliche Trainingslager des Fitness-Teams des JSV Bernau statt.

Der Trainer rief und Jung und Alt folgten. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Altersunterschied der Teilnehmer lag bei satten 60 Jahren maximal.

Das Fitness-Team hatte sich riesig auf das Trainingslager gefreut, teilweise auch davor gefürchtet, da erst wieder seit zwei Wochen überhaupt trainiert werden konnte.

Wer also während der Covid- Trainingsverbotsphase (immerhin ca. 9 Wochen) nicht zu Hause trainiert hatte, wusste, dass der Sonntag und Montag doch sehr schmerzhaft sein werden.

Otti hatte natürlich wieder in seiner zuverlässigen und durchstrukturierten Art einen Trainingsplan erstellt, der keine Langeweile aufkommen ließ. So durften wir Freitag nach dem Abendessen bei einer ausgiebigen Runde Spinning noch ordentlich schwitzen.

Samstag ging es nach dem Frühsport und Frühstück mit einem Parkour-Training in der großen Sporthalle weiter. Nach dieser Anstrengung und einem ausgiebigen Mittagessen stand dann ein Theraband-Workout an. Diese Art des Muskeltrainings war für uns als Fitness-Team neu, machte aber genauso viel Spaß, wie all die anderen „Quälereien“. Nach kurzer Pause durften wird dann im Fitnessraum beim Kraftcircuit weiter schwitzen. Zugegebenermaßen waren die Gliedmaßen aufgrund der bereits erfolgreich absolvierten Trainingseinheiten an dem Tag, doch schon etwas schwerer (bei mir jedenfalls), aber das Trainieren in der Gruppe lässt ungeahnte Energiereserven aufkommen und so gaben wir wie immer unser Bestes.

Wer sich nach dem Abendessen noch dazu in der Lage fühlte und Lust verspürte, konnte sich bei einer Runde Badminton endverausgaben. Das rief dann auch unsere Jüngsten auf den Plan, die tatsächlich, neben einigen erfahreneren Fitnessern, über eine Stunde die Schläger schwangen. Trotz des anstrengenden Tagesprogrammes war die Resonanz groß, so dass wir nächstes Jahr wohl nicht mit zwei Feldern auskommen werden.

Natürlich durfte abends das nette Beieinandersitzen (mit entsprechendem Sicherheitsabstand) nicht fehlen und so wurde das eine oder andere Kaltgetränk vernichtet. Ich gebe zu, dass es mir nach diesem Trainingstag doch etwas schwerfiel, das Glas mit dem schmackhaften Kaltgetränk mit nur einer Hand zum Mund zu führen (es handelte sich nicht etwa um ein 5 Liter Glas). Leider konnte die 5. Trainingseinheit, das Tanzen, nicht absolviert werden, da eine entsprechende Tanz-Lokation in Hinblick auf den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m nicht vorhanden war.

Mit etwas schmerzenden Gliedern, natürlich nur bei uns nicht Superfitten, ging Sonntag nach dem Frühsport / Frühstück mit dem Olympiakreis das Trainingslager zu Ende.

Großen Dank natürlich an Otti, der uns immer wieder gern behilflich ist, unsere Körper fit zu halten und der sich die Zeit nimmt, die einzelnen Trainings zu planen, auszuprobieren und sinnvoll zusammenzustellen. Da nimmt man auch gern die leichten Wehwehchen bei der Abreise und am Folgetag in Kauf. Danke auch an Thomas, der es so kurzfristig geschafft hat, das Drumherum zu organisieren.

Es war, wie die anderen Jahre auch, ein klasse Trainingslager. Ich finde, wir sind eine tolle und entspannte Truppe, es macht einfach Spaß mit euch zu trainieren, zu schwitzen und zu lachen. Ich freu mich schon auf das nächste Trainingslager.

Beate Schönfeld

Info zur Situation mit Corona

Wie Ihr ja alle wisst findet seit dem 16.03.2020 leider kein Training mehr statt, da alle Trainingsstätten von der Stadt Bernau vorübergehend geschlossen wurden. Laut aktuellen Infos wird dies leider bis zum 20.04.2020 auch vorerst so bleiben. Das sind Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus und wir als Verein haben diesen Auflagen Folge zu leisten. Wir wünschen Euch, dass Ihr trotz allem eine gute Zeit habt und gesund bleibt. Wir hoffen das es ab dem 20.04.2020 wieder in die Hallen geht und wir alle wieder voll im Training einsteigen können. Wir werden Euch natürlich über alle aktuellen Infos die Trainings- und Hallenzeiten betreffen auf dem Laufenden halten.

Bis dahin bleibt gesund.

Der Vorstand
JSV Bernau e.V.

Ehrung für Thomas Troche

Beim diesjährigen Frühjahrsempfang der Stadt Bernau wurde unser 2. Vorsitzender Thomas Troche für seine ehrenamtliche Arbeit im JSV Bernau geehrt. Vom Bürgermeister wurde die Wichtigkeit seiner Arbeiten hier, insbesondere sein Engagement in der Mitglieder- und Sponsorenpflege, erwähnt. Anerkennend wurde aus den Tätigkeitsfeldern erwähnt, dass er auch als Trainer und Mitinitiator der neuen Fitnessgruppe für „Ehemalige“ und Eltern wesentlich zum Wachstum unseres Vereins beiträgt.

Auch wir als Verein möchten noch einmal für die umfangreichen Arbeiten unseres 2. Vorsitzenden danken!

Erfolgreiche Prüfungen zum 4. Dan

Am 24. Januar traten die Bernauer Judoka Hendrik Krause und Frank Friedrich den weiten Weg zum Jänschwalder Dojo an, um sich dem wohl größten sportlichen Highlight ihres Sportjahres 2020 zu stellen. Beide stellten sich der Herausforderung, in den Kreis derer aufgenommen zu werden, die ihren 4.Dan mit einer Prüfung abgelegt haben. Diesem Vorhaben ging eine gut zweijährige zielstrebige und intensive Vorbereitung voraus Diese beinhaltete unter anderem die Teilnahme an zwei Dan-Vorbereitungslehrgängen sowie Konsultationen zu den verschiedenen Inhalten bei Prüferin Katja Gluske und Prüfer Daniel Klenner.

Schon bei der Vorlage der gut ausgearbeiteten Prüfungsskripte konnte sich die die Kommission unter Vorsitz von Prüfungsreferent Martin Reißmann (6.Dan) von der zielstrebigen Vorbereitung überzeugen. Die Prüfer erkannten gleich, dass sich die Prüflinge auch außerhalb der Tatami akribisch mit den Themen befasst hatten. Das konnte auch der anwesende Gast aus Hennigsdorf feststellen. Er nutze die Prüfung als Anregung, da er selbst diesen Dan-Grad mit Prüfung ablegen möchte. Und schon hat man den gewünschten Effekt, die aktuelle Prüfung motiviert weitere, dies auch zu tun wollen.

Los ging es mit einer ansprechenden Ju-no-kata-Demonstration von beiden Prüfungsanwärtern, welche entsprechende gute Bewertungen nach sich zog.
Ebenfalls ein großer Anspruch – beide waren an diesem Tag Tori und Uke. Nach einem guten Start sahen der Prüfungsvorsitzende Reißmann, mit seinen Beisitzern Marco Beischmidt und Daniel Klenner (beide 5.Dan) eine konzentriert vorgetragene Demonstration der Fächer Stand und Bodentechnik. Hier taten sich aber auch noch einige Reserven auf, welche später in der Auswertung konkret benannt wurden. Doch auch eine Prüfung ist eben nur eine Momentaufnahme und bedeutet nicht, dass man künftig einzelne Techniken und Prüfungsaufgaben noch weiter verbessern kann. Das bezog sich z.B. auf die praktische Demonstration der Wurfprinzipien aber auch auf die Darstellung von grundsätzlichen Verhaltensweisen und Prinzipien im Boden. Einen sehr positiven Abschluss bildeten die guten Ausführungen im Prüfungsfach Theorie, welche sich auch in noch ausführlicherer Form in den Skripten dokumentierte.

Herzlichen Glückwunsch zur mit hohem Engagement und Kampfgeist bestandenen Prüfung. Hut ab vor dieser ausdauernden, gezielten sowie sehr fleißigen Vorbereitung. Die Prüfungskommission hofft darauf, dass über den einen Zuschauer bei der Prüfung hinaus diese erfolgreichen Prüfungen auch noch weitere Judoka motivieren, sich einer Prüfung zu einem nächst höheren Dan Grad zu stellen. Das bedeutet, sich intensiv in Theorie und Praxis mit der Materie Judo auseinander zu setzen und so die eigenen Kompetenzen zu erweitern.

Originalbericht von: Daniel Klenner
Fotos: M. Reißmann

Deutsche Meisterschaften der Altersklasse U21

Da unser Nic Asmalsky vom JSV Bernau in den letzten beiden Jahren, mit Platz sieben und fünf schon sehr erfolgreich an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen hat, gab es natürlich auch in diesem Jahr bei dem einen oder anderen berechtigte Hoffnungen und Erwartungen.

Aber es waren in diesem Jahr leider nicht die allerbesten Voraussetzungen für eben diese Hoffnungen und Erwartungen. Denn ausgebremst wurde Nic durch den normalen Alltag und Stress eines 20-jährigen, u.a. dem Abitur, Klausuren oder auch Fahrschule und dem Nebenjob.

Unterm Strich kam das Training und die Vorbereitung, gegenüber den Jahren zuvor, einfach zu kurz um nach den Sternen bzw. nach den Medaillen zu greifen.

Auch wenn Nic im Anschluss nach den Nordostdeutschen Meisterschaften, wo er sich mit Platz zwei für die DEM in Frankfurt/Oder qualifizierte, die wenige Zeit intensiv fürs Training nutzte, so konnte er natürlich nicht vollends das erforderliche Trainingspensum aufholen.

Dennoch ging es am 08.März 2020 in der Frankfurter Oderlandhalle für den Bernauer im ersten Kampf gegen Domenik Peters aus der Pfalz richtig genial los. Ein blitzsauberer Innenschenkelwurf (Uschi – Mata) nach nur 5 Sekunden bedeutete nicht nur den 1. Sieg, sondern sorgte auch für das nötige Vertrauen zur eigenen Technik. Dass die Physis (noch) nicht optimal war, musste Nic im zweiten Kampf gegen Felix Siegemund aus Sachsen erkennen. Auch im zweiten Kampf konnte der Bernauer zwar gleich wieder gute Techniken ansetzen und seinen Gegenüber werfen, wofür er auch eine mittlere Wertung (Wazari) bekam. Aber zur Mitte und Ende des Kampfes wurde die Luft enger und knapper, sodass der Sachse etwas Aufwind bekam. Aber mit geballtem Siegeswillen stemmte sich Nic dagegen und gewann mit einem Opferwurf auch den zweiten Kampf. Im Viertelfinale ging es anschließend gegen den Badener Domenik Greis. Hier hat der Bernauer nach 1:45 min. erfolgreich mit einer Würgetechnik gezeigt, dass sich die letzten intensiven Bodenkämpfe und Technikdetails im Training doch noch gelohnt haben.

Das Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister in der Gewichtsklasse bis 55kg Valentin Hofgärtner (Württemberg)war das erwartet schwere und heiß umkämpfte Duell. Der Kampf war lange ein Fight auf Augenhöhe. Beide Halbfinalisten wurden optimal von ihren Trainern eingestellt, sodass die angesetzten Techniken erfolgreich abgewehrt und geblockt werden konnten. So wie im wahren Leben werden auch im Judo Fehler gemacht. Und so war es dann auch, eine halbherzig angesetzte Technik von Nic konterte der Kämpfer vom Judoverein Nürtingen gnadenlos aus und gewann diesen Halbfinalkampf.

Wildentschlossen, die in den letzten Jahren so knapp verpasste Medaille endlich mitzunehmen, ging es in das kleine Finale gegen Lucas Kuttalek aus Bayern. Gegen den zuvor starkaufkämpfenden Bayern, der seine Gegner in der Hoffnungsrunde mit seinem aggressiven Griffkampf beeindruckte, ließ sich Nic aber nicht einschüchtern, sondern zeigte gleich von Anfang an wer Chef im kleinen Finale ist. Schon mit dem ersten Angriff, der zwar nicht von Erfolg gekrönt war, aber im Bodenkampf endete und dort auch fortgesetzt wurde, erkannte Nic gedankenschnell die Situation und setzte zur Würge an, die er bis zu abklopfen seines Gegners durchzog.

Letztendlich ein beeindruckendes Ergebnis und Happy End für Nic und den Trainern vom JSV Bernau.

-55 kg
1. Valentin Hofgärtner, Judoverein Nürtingen 1960 – WÜ
2. Eugen Müller, JC 66 Bottrop – NW
3. Luca Harmening, Polizei SV Herford Judo – NW
3. Nic Asmalsky, Judo Sportverein Bernau – BB

„Goldener“ Mauritius-Cup

Am Samstag den 07.03.2020 starteten 4 Mädchen des JSV Bernau e.V. auf dem Mauritius-Cup in Jüterbog. Für 3 von ihnen, Anastasia Wischnakovw, Clara Lange und Fiona Krägenbring, war es der 1. Wettkampf in der U13, was anfänglich für Nervosität vor dem Kämpfen sorgte, sich aber sofort bei allen legte als sie die Matte zum Kampf betraten. Emeley Kulagin kämpfte schon im letzten Jahr in der U13 und wusste daher was auf sie zukommt und konnte so den anderen Mädchen Ruhe übermitteln. Es war ein sehr erfolgreicher Wettkampf denn alle 4 erkämpften sich den 1. Platz und brachten somit nicht nur Medaillen mit nach Hause sondern sogar Pokale.

Besonderes Augenmerk ist auf Clara Lange zu legen, die sich an ihrem 1. Kampftag der U13 gleich 5 Kämpfen in ihrer Gewichtsklasse, bis 36 kg, stellen musste. Von den 5 Kämpfen musste Clara 3 bis zum bitteren Ende durchkämpfen, weil sie sehr starke und mehr als ebenbürtige Gegnerinnen hatte, fiel keine Wertung und der Kampf wurde erst nach Ablauf der Kampfzeit durch einen Kampfrichterentscheid entschieden. In allen 3 Kämpfen konnte Clara die Kampfrichter durch ihr Auftreten und Aktivität auf der Matte für sich einnehmen und von sich überzeugen, sodass sie alle 3 Kämpfe gewann. Die anderen beiden Kämpfe gewann sie durch Punkt auf Niederwurf und auf Punkt durch eine Festhalte im Boden.

Erwähnenswert ist auch die Leistung von Anastasia Wischnakovw, die zwar in ihrer Gewichtsklasse, bis 28 kg, Kampflos gewann, sich aber der Herausforderung stellte und in einem Freundschaftskampf gegen 2 Sportlerinnen aus der Gewichtsklasse höher, bis 32 kg, antrat. Anastasia gewann einen Kampf durch eine Festhalte, Mune-Gatame (4 Punkthalte), und den zweiten Kampf gewann sie durch Punkt auf Niederwurf. Somit hat sich Anastasia ihren 1. Platz mehr als fair verdient.

Emeley Kulagin zeigte auch sehr gute Leistungen und startete in der Gewichtsklasse bis 44 kg. Sie musste sich der Herausforderung stellen und sich in 2 Kämpfen  behaupten und zeigte was sie im Training gelernt hat. Den ersten Kampf gewann Emeley durch Punkt auf Niederwurf und den zweiten durch einen Kampfrichterentscheid. Hier war das Ergebnis sehr eindeutig, da sie den Kampf und ihre Gegnerin deutlich dominierte, auch wenn bis zum Ende der Kampfzeit keine Wertung gefallen war. Somit holte auch Emeley in ihrer Gewichtsklasse den ersten Platz.

In der Gewichtsklasse bis 40 kg startete Fiona Krägenbring musste sich 2 starken Gegnerinnen stellen. Auch Fiona zeigte bemerkenswerte Leistungen und verdeutlichte sehr gut was sie im Training gelernt hatte. Ihr erster Kampf stellte eine ziemliche Herausforderung dar, da sie eine sehr starke Gegnerin hatte. Doch nach 2 min Kampfzeit konnte Fiona den Kampf, durch einen O-Goshi (ein Hüftwurf), für sich entscheiden. Den zweiten Kampf gewann sie nach einem Missglücktem Wurf in dem sie ihre Gegnerin in eine Festhalte brachte.

Der Mauritius-Cup war ein mehr als gelungener Wettkampf und zur großen Überraschung wurden die Sportlerinnen, trotz der geringen Anzahl an Starterinnen, belohnt in dem sie durch so herausragende Kämpfe und Leistungen so viele Punkte erzielten, dass sie am Ende den Mannschaftspokal für gesamte U13 gewannen.

Judoka erneut mit Gold

Am 29.02.2020 fuhren die jüngsten Nachwuchsjudoka der Altersklasse U 11 des JSV Bernau nach Oranienburg, um beim Autohaus Lambeck- Cup   mitzukämpfen.

Angereist waren unter anderem solch starke Vereine und Clubs wie der UJKC Potsdam, JC 90 Frankfurt/O.. Bushido Berlin und natürlich der leistungsstarke Gastgeber Samura Oranienburg.

Die Nachwuchskämpfer waren wieder fest gewillt, einige Medaillen mit nach Hause zu nehmen. Bei Starterfeldern von bis zu 22 Sportlern in einzelnen Gewichtsklassen war das eine Riesenaufgabe an diesem Tag.

Kiara Hahn, Moritz Kaltz (beide vom Stützpunkt in Schönow) und Fritz Naumann konnten jeweils 2 Kämpfe gewinnen und verloren nur 1 mal, was am Ende jeweils eine Bronzemedaille bedeutete. Bis in die Finals in ihren Gewichtsklassen konnten sich Kira Fischer, Seraphine Mühlenbeck und Anthony Bartelt kämpfen. Dort mussten sie sich leider an diesem Tage Besseren geschlagen geben. Bei der Siegerehrung freuten sie sich über die gewonnenen Silbermedaillen.

Ramon Jacob (4 Siege) und Tamino Hensel (5 Siege) setzten dem guten Bernauer Abschneiden dann die Krone auf. Beide konnten alle ihre Kämpfe mit Ippon (Sieg vor Ende der Kampfzeit) gewinnen und zeigten dabei tolle Würfe und Techniken. Nicht nur nach rechts sondern auch nach der linken Seite konnten beide ihre Kontrahenten erfolgreich werfen und sicherten sich souverän die Goldmedaille in ihren Gewichtsklassen.

Nicht unerwähnt sollen auch Alois Hägeholz und Paul Neumann sein, die beide 3 Siege erkämpfen konnten und 2 mal verloren.

Ihre 7. Plätze sind bei diesem starken Teilnehmerfeld ein schöner Erfolg für sie.

Die starken Auftritte unserer Jüngsten lassen die Trainer auf weitere Medaillen bei den anstehenden Turnieren hoffen.

Offene Nordostdeutsche Einzelmeisterschaft 2020 in der AK U21

Ein Bernauer Judo-Quintett der AK U21 stellte sich am letzten Wochenende in Strausberg der offenen Nordostdeutschen Einzelmeisterschaft im Judo.

Wie nicht anders zu erwarten war die Konkurrenz aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg in den einzelnen Gewichtsklassen nicht nur sehr zahlreich, sondern auch qualitativ sehr gut besetzt.

Am besten machte es an diesem Tag der Fünftplatzierte der letzten Deutschen Meisterschaft Nic Asmalsky in der Gewichtsklasse bis 55kg. Wie auch im letzten Jahr konnte und musste sich Nic allerdings wieder mit dem Silberrang bei den Nordostdeutschen Einzelmeisterschaften zufriedengeben. Die Vorrundenbegegnungen liefen für den Kämpfer vom JSV Bernau noch sehr gut, aber im Finale fand er leider kein Mittel um seinen Kontrahenten Matthes Franck (MV) in Gefahr zu bringen, sodass er nach einem missglückten Angriff in eine Festhalte geriet und dort nicht mehr herauskam. Dennoch ist ihm mit 2.Platz wieder die Teilnahme zu den Deutschen Meisterschaften am 7./8.3.2020 in Frankfurt/Oder gelungen.

Einen guten 5.Platz erkämpfte sich Markus Kruspe und ist somit auch Ersatzmann in der Gewichtsklasse bis 100Kg. Nach einer eher verkorksten Vorrunde kämpfte er sich erfolgreich durch Hoffnungsrunde und musste sich im kleinen Finale um Platz drei nur dem Berliner Leo Erdmann geschlagen geben.

Die drei anderen Bernauer Starter Daniel Smotrin, Adrian Knospe und Tony Raderkopp absolvierten ebenfalls starke Kämpfe, agierten aber in einigen Situationen unglücklich, sodass fast gewonnene Kämpfe kurz vor Schluss dennoch abgegeben wurden.