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Goldiger Tag in Bochum

Zwei Sportler und ein Trainer machten sich am 03.07.2026 auf den langen Weg nach Bochum. Kein kleines Turnier lockte Rainer Prüfig, Sebastian Hesse als Aktive und Henning Sudau als Betreuer in den Pott. Nach einigen Jahren verletzungsbedingter Abstinenz sollten die Deutschen Veteranenmeisterschaften (DEM Ü30) das diesjährige Wettkampfhighlight für unsere Judokas werden. In den letzten Wochen wurde sich dafür der Feinschliff im Training geholt. Die zusätzlichen Trainingspartner aus Berlin und Brandenburg traf man an der Waage wieder und freute sich gemeinsam auf das Turnier.

In der M8 -90 kg Klasse ging Rainer bereits am Samstagmorgen an den Start und vier weitere Sportler hatten sich in seiner Altersklasse und Gewichtsklasse angemeldet. Damit stand der Turnierverlauf fest: „Jeder gegen Jeden“, also vier Kämpfe. Los ging es mit Martin Ernst vom Budo-Club Offenburg, ein enges Duell welches mit zwei guten Ansätzen und einem guten Griffkampf, im Kampfrichterentscheid zu Gunsten von Rainer ausfiel. Es folgte Uwe Czerwinski vom Ausrichter PSV Bochum, ein geblockter O-uchi-gari Ansatz von Rainer, den er mit einem Ko-uchi-gari weiterführen konnte, sorgte für den vorzeitigen Ippon. Kampf drei, der schwerste Gegner des Tages, kein geringen der als der amtierende M8 Weltmeister und letztjährige M7 Deutsche Meister Wolfgang Hinterleitner vom SF Harteck München. Taktik und Erfahrung waren in diesem Duell gefragt und Trainer Henning gab die Marschroute vor, die Rainer konsequent im Griffkampf und den Wurfansätzen umsetzte. Ein kleiner Kontervorteil gab am Ende im Kampfrichterentscheid wieder den Ausschlag für Rainers Sieg. Der letzte Gegner Michael Stay vom TG 1886 Rimbach wollte mit Fußwürfen Rainer zu Fall bringen, der konterte die Ansätze souverän erst mit einer kleinen Wertung und kurz vor Schluss mit einem Ippon aus. Damit stand der Deutsche Meistertitel fest und die Freude war groß.

Ein gelungener Start für den JSV Bernau und am Nachmittag folgte noch Sebastian, der meinte nur: „Da haste ja einen rausgehauen und setzt mich ganz schön unter Druck.“ Doch die M3 +100 kg Klasse war neben zwei anderen Gewichtsklassen die vollste im ganzen Turnier. Scherzhaft berichtete er, ich hatte bei den richtigen Deutschen Männermeisterschaften teilweise weniger als 15 Teilnehmer und der ein oder andere Gute ist heute dabei. Also ging es von Kampf zu Kampf. Gerade im fortgeschrittenen Alter sind Gürtelfarben nicht unbedingt aussagekräftig. Im Turnier sah man auch viele Gelb, Orange oder Grüngurte, die gute Platzierungen erreichten. Viele haben vorher auch schon andere Kampfsportarten gemacht und unbekannte Namen haben immer Überraschungspotenzial. Der erste Gegner Denis Michel vom 1. Hattinger JJJC war kräftig und Sebastian musste ihn sich erstmal zurechtlegen. Nach 1:48 Minute war der richtige Griff gefunden und ein Tani-Otoshi sorgte für den ersten Sieg.


Es folgte Ovidiu Mihut vom TG 1886 Rimbach ein kurzes Duell, nach 30 Sekunden der erste Tani-Otoshi saß. Im Halbfinale kam Robert Rockenfeller vom JC Neuwied auf die Matte und Sebastian lag nach einem guten Ansatz von seinem Gegner mit einem Yuko in Rückstand. Doch die langjährige Wettkampferfahrung ließ ihn nicht aus der Ruhe bringen und nach knapp 2 Minuten sorgte eine gute Finte für den Sieg und das Finale. Silber war damit sicher, doch wer wird der Gegner werden? Sebastian erwartete dort klar den Titelfavoriten Alexander Pfau. Doch es kam anders, dass zweite Halbfinale ging im Kampfrichterentscheid knapp an Konrad Baur vom TSV Schwabmünden 1863, statt an Pfau. Unerwartet musste vor dem Finale die Taktik nun nochmals geändert werden und das mit Erfolg. Der erste Wurfansatz von Baur wurde von Sebastian bereits nach 16 Sekunden mit einem Fußfeger zum Ippon gekontert. Der JSV Bernau hatte damit den zweiten Deutschen Meistertitel des Tages und damit das maximal Mögliche geholt.

Am Sonntag ging es für Sebastian nochmals mit der Ü30 Landesverbandsmannschaft an den Start, ein persönlicher Sieg und eine Niederlage konnten aber die beiden Niederlagen gegen die Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen 1 und dem Bayrischem Judo-Verband nicht mehr verhindern. Die Ü45 Mannschaft freute sich über die Silbermedaille.

Hier findet ihr die Ergebnisse der:

https://ergebnisse.judobund.de/#/access/32345/home/index/3240

https://ergebnisse.judobund.de/#/access/32345/teams/index/3743