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Ruhlsdorf, Judo, Sport und Spaß

Wie Lindow nur für die Kleinen. Da sich die Kinder sehr lange immer wieder ein eigenes Trainingslager gewünscht haben, da sie die Erwachsenen nicht begleiten können. Nach Jahren des Bettelns wurde ihnen dieser große Wunsch endlich erfüllt. Und nicht nur das, Ruhlsdorf geht mittlerweile ins dritte Jahr. 2 Trainer, 27 Kindern und sehr viel Judo, Sport und Spaß! Aber ein langes Wochenende mit so vielen Kindern im Alter von 7 bis 14 und nur 2 Betreuern kann seine Tücken haben. Deswegen findet das Trainingslager im „Eldorado“ in Ruhlsdorf und nicht in Lindow statt, um auf alle Eventualitäten, einschließlich Heimweh, vorbereitet zu sein.

Am Freitag den 05.06.2026 reisten 27 Sportler im „Dachsbau“, unserem eigenen Haus für das Wochenende, an. Gebracht und abgeholt werden die Kinder auf Grund der kurzen Anfahrtszeit von ihren Familien. Und dann kommt auch schon das wichtigste; die Zimmeraufteilung. Diese dürfen die Kinder selber festlegen, was manchmal gar nicht so einfach ist. Im Zweifel gibt es jedoch nichts, dass nicht mit Judo geklärt werden könnte. Sobald die Zimmer bezogen, die Sachen und gefühlten hundert Snacks und Süßigkeiten in jedem Zimmer ausgepackt sind, geht es in die Halle zum Mattenaufbau. Im Anschluss wird sich erst einmal für die erste Sporteinheit gestärkt. Diese widmete sich dem Neigungssport; draußen wurde Fußball, Tischtennis und Badminton gespielt, während in der Halle geturnt, Basketball und Football gespielt wurde. Doch zum Abend nach der sportlichen Betätigung kommt das Beste. Es wird sich im Keller versammelt, wo von allen gemeinsam einige Runden „die Werwölfe von Düsterwald“ gespielt wurden, danach wurde sich jedoch die Ruhlsdorf übliche Routine gewünscht. Vor dem schlafen gehen wird Musik gehört. DJ Linus erstellt eine Playlist für alle, jeder darf Musikwünsche äußern und diese werden Lautstark abgespielt. Das wichtigste darf natürlich nicht fehlen, die Playlist zum Wecken.

Am Samstagmorgen wird nämlich pünktlich um sieben Uhr in den Tag gestartet. Und wie weckt man einen so großen Haufen Kinder und Teenies besser, als mit lauter Musik. Traditionell am Samstag musste als erstes Lied der Playlist natürlich „Aufstehen“ von Seed gespielt werden. Danach ging es direkt runter in den Garten, um sich etwas zu Dehnen, denn die erste Sporteinheit ließ nicht auf sich warten. Diese ist der Seelauf. Je nach Altersklasse müssen alle drei bis fünf Runden um den kleinen See laufen. Danach wird sich erst einmal ordentlich beim Frühstück gestärkt. Da einige an diesem Wochenende eine neue Graduierung ablegen wollten, teilte sich die Gruppe auf. Die Kyu-Aspiranten machten sich auf den Weg zur Halle und die anderen verbleiben zur Erholung im Haus oder machten mit der nächsten Runde Werwolf unseren Keller unsicher. Aber da Judo nicht zu kurz kommen darf, kam die restliche Gruppe sehr bald in die Halle, für die erste Judoeinheit. Denn eine Woche später findet die BEM Ost statt und unsere Sportler wollen dafür bestens gerüstet sein. Nach zwei intensiven Stunden Judo ging es zum Mittag und in eine kleine Erholungspause. Diese hielt jedoch nicht lange an, denn der Kyu übt sich nicht von alleine. Aber bei dem schönen Wetter und einem tollen Badesee vor der Nase würde es fast an ein Verbrechen grenzen, den ganzen Tag in der Halle zu verbringen. Deswegen wurden sich die Badesachen geschnappt und ab zum Strand. Und weil im Trainingslager Sport nirgendwo fehlen durfte, wurde hier sowohl am Strand als auch im Wasser von einigen Volleyball, Football und Wasserball gespielt. Die älteren sind mit Herr Fischer eine kleine Runde geschwommen, es wurden Saltos geübt, Algenschlachten ausgetragen und Kleckerburgen gebaut, sodass jeder auf seine Kosten gekommen ist. Und bei dem Wetter durfte als Erfrischung eine Wassermelone nicht fehlen. Zum Abend hin wurde von den Trainern gegrillt und mit allen gemeinsam am Dachsbau gegessen. Endlich war es auch soweit. Die Kyu-Prüfung stand an. Die ganzen Übungseinheiten haben sich ausgezahlt, denn Ole, Georgiy, Florian und Vincent legten erfolgreich ihre Prüfung ab. Diese war mit Einlaufmusik und Publikum für alle beteiligten ein sehr schönes Erlebnis. Danach wurde sich von einigen noch mal dem Neigungssport zugewandt und im Anschluss wurde der Abend wieder im Keller ausklingen gelassen. Werwolf, Snacks, laute Musik, DJ-Linus und eine neue Playlist. Für die jüngeren ist es manchmal noch nicht so einfach von der Familie getrennt zu sein, sodass zum Abend bei dem einen oder anderen das Heimweh ruft. Aber wir sind auf alles vorbereitet. Um das Heimweh zu überwinden wurde sehr lange die Olchies vorgelesen, bis alle friedlich schlafen konnten.

Auch zum Sonntag dürfen Traditionen nicht gebrochen werden. Also wurde diesmal mit „guten Morgen Sonnenschein“ in den Tag gestartet. Weil der Samstag jedoch für viele sehr lang und sportlastig war, mussten nicht mehr als zwei Runden um den See gelaufen werden. Nach dem Frühstück gab es noch eine kurze Judoeinheit, in der Julius seinen Kyu verletzungsbedingt noch erfolgreich nachholen konnte. Danach darf das traditionelle Tabata nicht fehlen. Und nach einem solchen Wochenende ist von einer Dehnung am Ende der Einheit nicht abzusehen. Danach hieß es schon wieder Matten abbauen, Gruppenfoto und rüber in den Dachsbau, um die Sachen zu packen und die Zimmer aufzuräumen. Nach dem Mittag lassen die Eltern auch nicht lange auf sich warten, um ihre Kinder abzuholen und den restlichen Sonntagnachmittag daheim genießen zu können.